Sonntag, 27. Dezember 2015

Sonnenpflanzen und ihre Wirkungen


Es ist schon lange bekannt das Pflanzen deren Signatur gewisse Eigenschaften haben auch in dem entsprechenden Bereich helfen können. Zum Beispiel ähneln Himbeerblätter auch in ihrer Form der Leber und werden  bei allen möglichen Leberleiden erfolgreich eingesetzt. Die Signatur definiert sozusagen Zusammenhänge zwischen äusserer Form, Farbe, Geruch, Geschmack, Entstehungsort und Zeit und inneren Aspekten. Zum Beispiel auch die Bohne, die ja den Nieren ähnelt und die eindeutig nierenspezifisch wirkenden Bohnenschalen.
So gibt es auch Pflanzen die von ihrer Signatur  her  der Sonne-bzw dem Sonnenprinzip ähnlich sind und entsprechende Wirkung zeigen . Es verkörpert das "königliche Feuer" ,  welches alles reifen, "durchgaren" lässt ohne dass es verkohlt (wie beim Thema Spagyrik auch angedeutet: im Kontrast dazu das "martialische Feuer" welches so unspezifisch dahinlodert) .
Man schaue sich  die Sonnenblume an. Natürlich sind häufig auch bei Sonnenpflanzen die Spuren und Signaturen anderer Planeteneinflüsse zu erkennen. Wie zB Jupiter und Venus; aber auch Merkur im Lavendel. Doch wenn wir zum Beispiel die Arnikablüten im Bild ansehen denken wir doch schon automatisch an die Sonne. Arnika ist- auch homöpathisch- eine aufrichtendes Sonnenmittel bei allen möglichen Traumata. Es ist sogar ziemlich gut herztonisierend.
Wir begegnen manchen Menschen und "es geht in uns die Sonne auf" im wahrsten Sinne. Das ist ein Gefühl welches wir wahrnehmen; und meistens nehmen wir es im Herzen wahr. So steht das Herz für die Sonne; es ist der Haupttaktgeber unseres Körpers, die Sonne , ohne die alle anderen Organe auch aus dem Takt geraten können.  Fröhliche, positiv gesinnte Menschen, bei deren Anwesenheit wir uns wohlfühlen, vermitteln uns ein Gefühl von Wärme. Der Begriff "warmherzig" ist nicht umsonst entstanden.
Wenn uns die Traurigkeit beherrscht, wir Angst haben-und beim Thema Angst und Unsicherheit sollte man auch an die Nieren denken; die Körpermitte sozusagen (das "in seiner Mitte sein" ist auch u.a.  dem Sonnenprinzip zugeordnet)- dann fehlt uns oft das Sonnenprinzip. Wenn wir sogenannte Sonnenpflanzen uns ansehen, dann stehen sie meist aufrecht und schauen in den Himmel empor. Genau so ist es auch mit Menschen deren Sonnenprinzip gut ausgeglichen ist; sie stehen nicht nur aufrecht sondern sorgen auch dafür dass andere sich ebenso wohlfühlen und geborgen fühlen.
Beispiele für klassische Sonnenpflanzen:
  • Johanniskraut
  • Arnika
  • Calendula (Ringelblume)
  • Sonnenblume
  • Getreide (man beachte die Ähren)
  • Kamille
  • Blutwurz
  • Alant
  • Goldrute
  • u.v.a.
Aber auch etwas untypisch erscheinende andere Pflanzen gehören zu den Sonnenpflanzen, wie zB:
  • Lavendel (die Vielzahl der Blüten)
  • Natternkopf
  • Safran (die grosse nach oben gerichtete Blüte; hier vor allem die Stengel)
  • Wegwarte ( ebenso das Aufrechte)
  • Augentrost (hier auch eher die Vielzahl der Blüten und ihre weiss-gelbliche Farbe)
  • u.v.a.
Man kann also nicht immer unbedingt sagen dass alle Sonnenpflanzen goldgelb und klassisch mit Sonnensignatur sind. Aber meist sind es Pflanzen die sehr farbenprächtige Blüten haben; Diese am besten in großer Vielzahl und in aufrechter Form.
Doch in jeder Pflanze sieht man auch den EInfluß anderer Planetenprinzipien. Es gibt auch andere Pflanzen die etwas paradox erscheinen zu ihrer Wirkung. Zum Beispiel Borretsch steht nicht aufrecht und ist eher dunkellila gefärbt, ist aber dennoch stimmungsaufhellend und antimelancholisch; hier ist zB das Merkur-Prinzip, das Luftige mit im Spiel. Es "verteilt und zerkleinert" sozusagen das Schwermütige; so ähnlich wie der Hafer auch . Oder der Kalmus, dessen Wurzel eben auch im Sonnenprinzip steht; der man vom Aussen dies aber nicht so ansieht. Allerdings ist dieses Thema so breitgefächert und hochphilosopisch dass es den Rahmen sprengen würde. Ich möchte hier nur einen kleinen Einblick in das Thema und die Vielfalt der therapeutischen Möglichkeiten gewähren.
Ich möchte aber nochmal kurz den Zusammenhang der Organe erwähnen; so ähnlich wie die Planeten im System. Oft ist es auch zum Beispiel so dass Menschen deren Leber zu schwach arbeitet, sie auch nicht ausreichend Energie bereitstellen können für das Herz. Und wenn das Herz zu schwach ist hängt die Nierenenergie oft hinterher. das betrifft eben auch das Thema Ängste, Zweifel, Unsicherheit, Traurigkeit, "nicht in der Mitte sein". Oft ist der Händedruck solcher Menschen auch sehr schlaff und schwach (die Wärme zieht sich zurück).
Die Ganzheit der Betrachtungsweise kann uns also weiterhelfen.
Beispiel für stimmungsaufhellenden Tee (es ist oft die Kombination ausschlaggebend und nicht dass wir einen Wirkstoff in hohen Dosen zu uns nehmen):

  • Johanniskraut
  • Rosmarin
  • Goldrute
  • Hafer
  • Passionsblume
  • Wiesenknopf, grosser
  • Rosenblüten
  • Weißdorn (bei Kreislaufbeschwerden und Herzleiden wahlweise dazu)
zu gleichen Teilen in einer Apotheke mischen lassen. 1 gehäufter Teelöffel pro Tasse. Mit gekochtem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen lassen. 3-4 Tassen pro Tag.









  • Wer den seelischen Bereich besser erfassen will sollte das Solunat Nr. 17 und das Solunat Nr.5  ausprobieren; beides spagyrisch aufbereitet und ich habe sehr gute Rückmeldungen bekommen. 2-3x 5 Tropfen in etwas Wasser und schluckweise trinken.


    Zu guter Letzt :
     Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
    Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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    (Bild:pixabay.de/Hans)

    Freitag, 25. Dezember 2015

    Die Schafgarbe-ein Tausendsassa

    Die Schafgarbe trägt den lateinischen Namen "Achillea Millefolium" und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceen). Den Namen Korbblütler haben diese Pflanzen wegen ihres einem Korb ähnelnden Blütenstandes (siehe auch Löwenzahn zB). Die Blütezeit geht etwa von Ende Mai bis Oktober; der Hochsommer ist eine gute Sammelzeit dafür.
    Der Name Achillea stammt vom trojanischen Helden  Achilleia, der in die Pflanzenheilkunde eingewiesen wurde um seine Krieger zu heilen. Schon Hildegard von Bingen wusste von den vielseitigen Eigenschaften der Schafgarbe und auch Pater Kneipp schätze sie sehr. Wie allgemein die Korbblütler, ist auch sie vom Planeten Jupiter signiert.Viele Blüten, viele Früchte und sattes grün zum Beispiel ordnet man dem Jupiter zu. (dennoch spielen alle Planetenkräfte mit. Auch die Venus spielt eine Rolle bei den grünen, bunten Pflanzen; auch bei der Schafgarbe sieht man saturnische Einflüsse in der sparsamen Form der Blätter die auch leichten Grauton zeigen zwischen dem grün). Der Jupiter steht für Fülle, Reichtung, Ausgeglichenheit und Ordnung und kann Extreme ausgleichen ohne selber sich darin zu verfangen.  Dies erkennt man auch an der Wirkung der Schafgarbe. Sie ist nicht nur eine typische Frauenpflanze für alle Beschwerden, sondern wirkt auch hervorragend auf den Magen-Darm Trakt. Ulzera und Geschwüre, Wunden jeglicher Art! Ob im Inneren oder im Äusseren oder auch seelische Wunden. 
    Ihr Geschmack ist bitter, zusammenziehend und leicht scharf. Auch Hildegard von Bingen ordnet die Schafgarbe eher als warm und trocken ein. Die Schärfe zeigt zB auch die Mitsignatur des Planeten Mars, der für das Feuer steht.
    Die Blütenfarbe kann variieren; von weiß bis rosa-dunkelrosa. Es heisst dass die rosafarbenen Arten etwas mehr Wirkstoff enthalten, doch der Tabernaemontanus zB  unterscheidet da relativ wenig.
    Den merkurialen Einfluß erkennt man an den Orten an denen die Schafgarbe wächst. In kargen , felsigen Klippenlandschaften  der Ägäis zB. Es ist sozusagen eine gewisse Flexibilität ist zu erkennen.
    im Allgemeinen ist die Schafgarbe:
    • Wundheilungsfördernd, sowohl innerlich als auch äusserlich als Umschlag. (Hildegard von Bingen empfielt sie kurz zu kochen, auszudrücken und auf den Verband draufzulegen.
    • bei Frauenbeschwerden jeglicher Art; ob Östrogendominanz, PMS oder Wechseljahre.
    • Bittermittel bei Verdauungsbeschwerden
    • Gastritiden
    • Nierenschwäche (evtl. durch Gallenleiden verursachte)
    • blutstillend allgemein
    • auch bei seelischen Wunden.
    Pater Kneipp sagte schon, dass jeder Tee bekömmlicher wird, wenn man einwenig Schafgarbe hineintut.
    Auch hier erkennen wir das Wechselspiel zwischen dem Jupiter und dem Saturn. Wie Peter Hochmeier in seinem Buch "der Weg des Sonnenfunkens"  auch beschreibt existiert eine gewisse Schnittstelle, in der man Übergänge erkennen kann zwischen dem ätherischen und Erdelement Einflüssen.
    So wie wir es eben auch laufend in der Natur beobachten wie zum Beispiel der Wechsel zwischen den Jahreszeiten.
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    (Bild:pixabay/byrev)

    Donnerstag, 24. Dezember 2015

    Spagyrik

    Das Wort Spagyrik kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "trennen und wiedervereinen" (spao-ich trenne, ageiro-ich verbinde) So ist die Spagyrik ein uraltes Werkzeug der Naturheilkunde ,welches zur Alchimie zählt. Alchimie macht ja auch bereits unser Körper. Wir haben zB den Magen, den Darm, die Leber, die Niere als wichtige Alchimisten in uns. Kochen diese Alchimisten alles ordnungsgemäß, fühlen wir uns gut.Auch der Stoffwechsel läuft einwandfrei. Wir essen und machen uns nie Gedanken wie die alchimistischen Prozesse so ohne weiteres laufen; über die Qualitäten der einzelnen Nahrungsbestandteile und was sie bewirken. Ob sie im Zeichen des Feuers Hitze schaffen oder ob sie eher im Zeichen des Wassers kühlen. Welches Element brauchen wir gerade. Wir schlingen einfach hinunter ohne uns hineinzuspüren. Unser Winzer, von dem wir unserenguten Wein holen, ist im Grunde auch ein Alchimist. Wir haben rund um uns herum die Alchimie. Doch wir haben verlernt es mit entsprechenden Augen zu betrachten. Die Bezeichnung Spagyrik stammt vermutlich von Paracelsus; die Geschichte reicht jedoch sicherlich viel weiter zurück. Bereits im alten Indien, Ägypten und in China wurde die spagyrische Aufbereitung wohl genutzt. Der Sinn der Spagyrik ist auch wie Paracelsus erwähnt "die Veredelung der natürlichen Heilmittel" . (Das kann zB eine Pflanze , ein Metall sein) Ich verordne gerne Spagyrik, weil sie nach sehr naturnahen , auch für uns Menschen wichtigen Prinzipien funktioniert . Sie verkörpert den alltäglichen Fluß und den Kreislauf des "sterbens und wiedergeboren werdens". Das Phönix Prinzip. Nicht unbedingt im Sinne vom physiologischen Tod gemeint. Sondern das Leben. Denn Leben ist "im Fluß zu bleiben, auf allen Ebenen". Das heisst dass es ein Wandel ist und sein sollte; undzwar zeitlebens. Die Vorraussetzung dafür das Vitalität entsteht ist eben genau dieser Fluß. Ist es aus dem Gleichgewicht geraten, haben wir es dann entweder mit Starre, Verhärtung, Ansammlung zu tun oder mit dem Gegenteil : zu schnelle Auflösung, zu sehr Subtilisierung. Das ist genauso auch auf die seelisch-geistige Ebene projizierbar. Also hängen Seele-Geist-Körper sehr eng zusammen. Halten wir gewisse Prozesse auf indem wir "festhalten", kann der Fluß sich nicht fortsetzen. Wenn zB ein sehr junger Mensch schon Erscheinungen des Alters zeigt wie zB geistige Starre, vorzeitiges Altern, dann ist unter Umständen eben der natürliche Fluß gestört. Was sich auch auf der Körperebene zeigen kann. Genauso ist es wenn ein Mensch sich zB viel zu schnell dem Wandel hingibt ohne dass Gewisses reifen kann. Also "zu flüchtig und zu unbeständig" sein. Das kann man aber viel besser verstehen wenn man das Prinzip der Herstellung von spagyrischen Mitteln verinnerlicht, denn die Spagyrik trennt sozusagen das Wesentliche vom Unwesentlichen und beinhaltet die heilende Quintessenz ohne dass man selber diesen Prozess nochmal durchlaufen muss als Betroffener.

    Die drei Prinzipien der Spagyrik sind:
    Merkur: Geist, das Lebensprinzip, der Lebensgeist (das Flüchtige, im Pflanzenreich der Alkohol)
    Sulphur: die Seele, das Spezifische und Individuelle (alles was brennend, aromatisch ist, zB ätherische Öle)
    Sal: das Materielle, körperliche, feste ( im Pflanzenreich die Mineralien, Salze) Die Spagyrik befasst sich sozusagen mit dem Wechselspiel dieser drei Prinzipien. Was auch in unserem Leben so ist; ständig das Wechselspiel zwischen diesen drei Prinzipien.
    • Die Pflanze wird zuerst , feingeschnitten, in einem Kolben mit Quellwasser und Hefe einer Gärung ausgesetzt (putrefactio, verfaulen)
    • Dann wird die vergorene Mischung destilliert. Der Dunst der aufsteigt ist der Merkur, der Geist (Man sagt ja auch zum Beispiel: "Der hat keinen Dunst!" für gewisse Menschen.) Dieser wird aufgefangen in einem Gefäß und aufbewahrt.
    • Das was danach kommt ist der Sulphur (erkennt man daran das es brennbar und farbig ist und aromatisch riecht oder schmeckt). Auch Dieser wird aufgefangen und in einem Gefäß aufbewahrt.
    • Schliesslich wird der verbliebene Rest der Pflanze in einem Ofen verascht bis es ein weisses Pulver geworden ist (Sal) Und ganz am Schluss werden Sulphur, Merkur, Sal vereint zur spagyrischen Tinktur. Diese beinhaltet sozusagen das veredelte Heilmittel, die Quintessenz. Je nachdem welches Leiden wir haben gibt es eben entsprechende spagyrisch aufbereitete Pflanzenpräparate. (bild:pixabay.de/clkerFreeVectorImages)
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    Die Milz-ein verkanntes Organ


    Warum ich gerade auf die Milz komme hat einen gravierenden Hauptgrund: Ich litt selber jahrelang an den Folgen des sich im Überschuss befindenden "Milz-Prinzipes", obwohl ich auch noch relativ jung bin. Schon in Teenagerzeiten begleitete mich das Melancholische. Was sich zwar positiv auf die künstlerischen Neigungen auswirkte, aber auch körperliche unangenehme Beschwerden mit sich brachte je älter ich wurde. Keiner konnte mir so richtig helfen, es war immer alle in Ordnung laut  Befunde.  So habe ich im Zuge meiner Weiterbildungen als HP endlich mehr erfahren dürfen über die Milz! Nicht nur mich selber habe ich behandelt und behandle mich weiterhin auch präventiv. Auch schon an ersten Patienten habe die Milz-Leiden entdecken dürfen.
    Die Milz ist ein eher in Vergessenheit geratenes  lymphatisches Organ. Sie befindet sich im linken oberen Quadranten des Bauchraumes (Abdomen=Bauchraum) und ist ca so groß wie die Faust jenes Menschen. Im Normalfall ist sie nicht tastbar; sie liegt etwa unter der 10. Rippe des Brustkorbes unter dem Zwerchfell. Nur wenn sie krankhaft geschwollen ist oder durch krankhafte Veränderungen im Brustkorb nach unten verdrängt wird, kann man sie tasten. Dennoch kann man durch "abklopfen" und dem Klopfschall Hinweise bekommen ob sie evtl gestaut ist. Und auch kleine Besenreisserchen auf der Haut über der Milz können sich dann bemerkbar machen.
    Die Aufgaben der Milz sind:
    Der Ausgleich des Druckes im Bauchraum
    • Blutspeicher
    • Abbau von alten roten Blutkörperchen (ca 4 Monate Lebensdauer hat ein Erythrozyt)
    • Bildung der Immunglobuline , Lymphozyten und humorale Zellen der Abwehr wie zB Monozyten.
    in bestimmten Fällen, wenn das Knochenmark als Blutbildner ausfällt (zB gewisse Erkrankungen) , springt die Milz dafür ein (in den ersten Monaten der Entwicklung vor der Geburt hat sie nämlich die Aufgabe der Blutbildung, was sich dann nach der Geburt verändert; das merkt sich die Milz offensichtlich in ihrem Gedächtnis)


    Schon im antiken Griechenland ordnete man der Milz einen besonderen Saft zu : die  sogenannte "Schwarzgalle" (Melan-Chole=Schwarz-Galle). Als Schwarzgalle bezeichnet man denjenigen Saft im Körper, der eher die Abbauprodukte des "Sanguis" (Blut) und sämtliche Abbau- und Stoffwechselprodukte enthält. Sie wird versorgt mit frischem Blut durch die Milz-Arterie und entsorgt sich quasi wieder über die Milzvene und mündet in das Pfortadersystem. Wenn es nun hier zu Stagnationen und Rückstau kommt , kann es zum Ungleichgewicht im Körper und aber auch in der Seele kommen;   denn die Milz bekommt ja auch als ein Organ welches  inmitten im Blustrom liegt,alle Informationen aus dem umliegenden Gewebe mit, in denen ja Verschaltungen der endokrinen Drüsen zum Zentralen Nervensystem vorhanden sind. Also "der Zusammenhang des körperlichen, geistigen und seelischen Aspektes.
    Folgende Symptome können dann entstehen:
    • Der Anämie ähnelnde Zustände obwohl evtl die Blutwerte in Ordnung sind (Wenn die Sauerstoffzirkulation einfach nicht mehr funktioniert durch die Kongestionen.)
    • Energiemangel, Unmotiviertsein
    • Trockenheitssymptome allgemein.
    • Ekzeme 
    • Starre und Elastizitätsmangel; sowohl körperlich als auch geistig. 
    • erschlaffte Muskelfunktion.
    • Verhärtungen, Sklerotisierungen.
    • Malignität!
    • Ulzera, trockene Katarrhe die hartnäckig sind. (vor allem Magen-Darm)
    • Hormonelle Dysbalancen (z.B Prämenstruelles Syndrom, PCO, auch Wechseljahre)
    • Abwehrschwäche
    • allgemeine Schwäche
    • trockene blasse Lippen
    • im psychischen Bereich dann  extreme Grüblerei, Pessimismus , Verstimmung und eben die geistige Starre, Groll, Unzufriedenheit, ewig gestrig sein (auch Niere!)
    • Kongestionen im Bauchraum und im Unterleib/kleinen Becken (bei Frauen: auch Uterus)

    Nun zu den geistigen Aspekten der Schwarzgalligkeit:

    Warum passiert es bei manchen Menschen dass sie melancholisch werden und warum sind manche ständig im Fluß? 
    Manche Menschen haben einfach die Neigung dazu; auch aufgrund gewisser "Konstellationen" , die  zum Zeitpunkt unserer Geburt bestehen und auch danach uns mitgegeben werden. Häufig sind es cholerisch veranlagte Menschen die dann irgendwann mal "ausbrennen" und eben entsprechende Stagnationen entwickeln, und zum Melancholiker werden. Die Melancholie ist sozusagen überwiegend ein Zustand des hohen Alters. Aber auch bei jungen Menschen immer wieder zu sehen.
    Die Milz steht auch im Zeichen des Saturns (der Planet der das Alter, die Starre und die Stagnation aber auch Beständigkeit und Rückhalt symbolisiert). Sie wird aus dem Feuerelement geboren und wirkt vom Prinzip her im Zeichen der Erde. Selbstverständlich ist dieses Prinzip nicht immer nur schlecht oder maligne. Sie steht ja auch zB für Erneuerung, das "neu geborenwerden nach dem Tod". Oder auch für Struktur, Rückrat (was ja auch wichtig ist im Leben) .Nur wenn dieses Prinzip im Überschuß ist , beginnen die körperlichen und psychischen Probleme. Und die alten Chinesen z.B. nannten die Milz einen "Erneuerer, der die Schwarzgalle ausleitet und Glückseeligkeit bringt".
    So hängen laut der chinesischen Medizin alle wichtigen Körperorgane wie zB Herz,Leber, Pankreas,Niere, Lunge auch eng mit der Milz zusammen. Die Milz befördert auch durch den Blutstrom Nähressenzen zur Lunge und dort werden diese durch die Berührung mit der Luft "transformiert ( Es ist auch zB so, dass wenn die Milz zu feucht und zu verschlackt ist häufig ein sogenannter "Milzhusten" entstehen kann.) Und sie regiert die Umwandlung und den Transport (Im chinesischen:Zusammenhang mit Pankreas). Auch die Leber bekommt den Blutstrom, der für die Eiweißbildung nötig ist, durch die Milz. Ebenso steuert die Milz laut chinesischer Medizin die Muskeln.
    Und die Nieren stellen die Energie für die wärmende Kraft der Milz bereit. Auch die Antroposophen stellen diese oben genannten wichtigen Organe allesammt als "Lebenszentren" dar, die auch die "Ich Organisation" des Menschen ausmachen. Man kann sich also vorstellen was für ein Dominoeffekt es bewirken kann, wenn eines der Glieder strauchelst; zB die Milz.
    Paar kleine Vorschläge allgemein zur Pflege der Milz möchte ich noch weitergeben. (Es ist natürlich wichtiger  jeden Menschen individuell zu betrachten und ein Gesamtbild je nach Person zu erstellen. Ich helfe gerne dabei)

     Antimelancholisch wirkende Pflanzen:
    zB:
    Erdrauchkraut
    Hopfen
    Borretsch
    Angelikawurzel (hier aber eher etwas Spagyrisches; es könnte als Tee zu deftig sein für einen zarten Melancholiker)
    Fenchel
    Johanniskraut
    Kardobenediktensamen (bearbeiten auch die Leber; diese aber eher gut aufgestoßen oder in Form einer Tinktur zu sich nehmen)

    und :

    • Bittermittel ganz ideal. Ich empfehle auch gerne Bitterkraft von der Hildegard v. Bingen; das Heidelberger 7 Pulver ist ebenfalls sehr gut (man benötigt aber ganz geringe Mengen davon!). Sie fördern den Appetit wieder und kurbeln die Speichelbildung an
    • Und Schüssler Salz Nr. 8 Natrium Chloratum D6 sehr lange eingenommen; zum Befeuchten.  
    • Wala Kupfersalbe an beide Nierenpole vor dem Schlafengehen einreiben. Kupfer ist antimelancholisch ;)


    Atemübungen! Pranayama zB...Bewegung; in der Natur. Alles was die Sauerstoffzirkulation erhöht.

    Man darf hier aber auch nicht unerwähnt lassen dass häufig die besten Künstler und Musiker Melancholiker waren und unsere Welt mit ihrem Feingeist und ihrer Kreativität enorm bereichert haben!

    Zu guter Letzt :
     Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
    Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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    (bild:pixabay/pcdazero)