Freitag, 16. September 2016

Diabetes-Eine zunehmende Belastung der modernen Gesellschaft

Bild:pixabay.de/Maialisa





Immer mehr Menschen sind von Diabetes betroffen; es ist der Typ 2 Diabetes der sich immer mehr häuft. Interessant ist dass z.B. Inder und Asiaten die im Westen leben und arbeiten auch immer häufiger davon betroffen sind. Was steckt dahinter und was ist Diabetes genau? Welche Faktoren spielen eine Rolle und wie können wir uns schützen?
Diabetes Mellitus- Definition und Arten:
Diabetes mellitus (griech: zuckersüßer Durchfluß), ist eine Stoffwechselerkrankung bei der entweder Insulinresistenz (fehlendes Reagieren der Zellen auf Zucker)  oder Insulinmangel besteht und ist somit durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. Dies zieht natürlich auch Folgeerkrankungen , wie zB Stoffwechselentgleisungen auch im Fettstoffwechsel, Bluthochdruck mit sich.
Laut Statistiken der Seite Diabetes Deutschland hatten 2012 ca 7,2% der Bevölkerung eine manifeste Diabetes und 2,1% eine latente Diabetes. Und ca 90% davon waren betroffen von einer Diabetes vom Typ 2; 5% von einer Diabetes vom Typ 1.
Tendenz : Steigend...Und die an Diabetes Typ 2 Erkrankten werden immer jünger! Es ist also schon seit geraumer Zeit keine Alterskrankheit mehr!

Durch die permanente "Überzuckerung" werden an Proteine im Blut  Saccharidreste gekoppelt. diese Proteine werden dadurch unbrauchbar gemacht und sie lagern sich ab. Was zu einem  ungünstigen osmotischen Zustand führt und dadurch Organe geschädigt werden können.

z.B. das Auge, die Nieren, Gefäße, Herz, die Leber. Muskelzellen können soweit geschädigt werden dass vor allem die Peristaltik im Magen-Darm-Trakt extrem verlangsamt sein kann und der Speisebrei nicht mehr effektiv weitertransportiert, weil die Muskulatur auch von dieser Schädigung durch Ablagerungen betroffen sein können. Fatal ist auch die Schädigung der Nervenzellen. Nächtliches Kribbelgefühl in den Füßen kann ein Anzeichen von Nervenschädigung sein. Es  kommt auch zunehmend zu einer trockenen, schlecht durchbluteten Haut, die allmählich wund wird und schwer abheilt. Dies erfordert professionelle Wundpflege. Durch die Nervenschädigungen entdecken Patienten oft die Wunden erst  später. Es kann dann vor allem zu einem sogenannten diabetischen Fuß kommen mit massiven Nekrosen und Gangrän.
Auch die Abwehrzellen und das Abwehrsystem sind betroffen. Diabetiker neigen sehr häufig zu Infekten, vor allem Pilzinfekten der Haut, des Urogenitaltraktes.
Diagnostisch wertvoll ist hier das HbA1c, der sogenannte Langzeitblutzuckerwert, der aus dem venösen Blut ermittelt werden kann. Er verrät uns wie hoch der Blutzucker in den letzten 6-8 Wochen war. Bei einem Diabetiker sollte er zwischen 6,5-7,2 liegen.
Die Bluzuckermessung, die oft in Apotheken durchgeführt wird ist nur ein Richtwert und sollte nicht als Verdachtsdiagnose genutzt werden.  Aber wenn Blutzuckerwerte dauerhaft die 110 mg/dl übersteigen sollte man skeptisch werden. Nach dem Essen sollte nach 1-2 Stunden der Blutzucker 140mg/dl nicht übersteigen.
Der Nüchternwert ist besonders wertvoll, denn in der Nacht steigt oft der Blutzucker an. (wegen zB: zuwenig Insulin oder Medikamente, oder auch als Gegenregulation zu einer zu starken Senkung des Blutzuckers, Ausschüttung von Hormonen in der Nacht die eine Blutzuckerausschüttung bewirken, Cushing Syndrom und eine zu hohe Cortisolsekretion in den Morgenstunden)
Diabetes Mellitus Typ 1:
Mangel an Insulin durch die Zerstörung der Langerhansschen ß-Zellen die Insulin produzieren. Ursache ist eine Autoimmunreaktion, häufig ausgelöst durch Infektionen mit gewissen Viren. Aber auch eine erblich bedingte Veranlagung.
Mögliche weitere Ursachen könnten eine gestörte Darmflora sein, da die Abwehr ja auch mit Autoimmunprozessen zu tun hat. Entsprechend könnte man hier auch einen Vitamin D Gehalt ermitteln.
Diese Patienten sind eher jünger, von der Statur her meist kachektisch. Bei übermäßigem Durstgefühl und plötzlicher ungewollter Gewichtsabnahme mit Abgeschlagenheit sollte man hellhörig werden; vor allem wenn in der Familie Diabetes vertreten ist.
Therapie: Schulmedizinisch eine Insulin; idealerweise durch eine intensivierte Insulintherapie, in der man  ein Basalinsulin welches ausgerechnet wir auf den Grundbedarf an Insulin und ein kurzwirksames zusätzlich.
Diabetes Mellitus Typ 2:
Beruht auf ein vermindertes Ansprechen der Zellen auf Insulin und zusätzlich die Funktionseinschränkung der ß-Zellen.
Die Betroffenen sind oft eher übergewichtig und diese Erkrankung tritt im höheren Lebensalter auf. Doch wie schon erwähnt sinkt das Alter der Betroffenen immer mehr.
Ziel sollte hier jedenfalls die Gewichtsreduktion mit reichlich Bewegung und Ernährungsumstellung sein:
Therapie: Schulmedizinisch vorerst orale Antidiabetika. Bei Fortschreiten der erkrankung kann nach und nach Insulin notwendig sein.
Man sollte aber meiner Meinung nach nicht zu schnell losschiessen mit oraler Medikation sondern die Ordnungstherapien vorerst forcieren.
Allgemein für beide Typen:

Ordnungstherapie: Ernährungsumstellung! Eine ideale Ernährung wird festgelegt auf
45-60% Kohlehydrate (keine einfachen KH; eher Komplexere!)
30-35%Fett
10-20%Eiweiß
ca 40g Ballaststoffe und moderater Salzkonsum täglich.
Gemüse, Hülsenfrüchte, Ballaststoffe, KEINE Kohlehydrate die schnell ins Blut gehen und den Pankreas belasten. Chromhaltige Nahrungsmittel, wie zB Brokkoli. Am besten ist eine spezielle Schulung diesbezüglich.
Gut würzen; zB mit Oregano und Rosmarin, auch Salbei! Diese wirken sich auch positiv aus.
-Bewegung und Sport.
-Gute Pflege der Haut; vor allem Füße mit harnstoffhaltigen Salben.
Naturheilkunde:
-Nahrungsergänzung: B Vitamine, vor allem B1 und B6, B12, Chrom, Kupfer, Mangan ( die Mangankonzentration im Pankreas ist sehr hoch! Und es ist ein wichtiger Kofaktor bei so manchen Stoffwechselprozessen),Selen,Zink, Kalium und  Mineralien wie Magnesium, Calcium. Laut Studien sind Biotin und Niacin offensichtlich in der Lage die Zerstörung der ß-Zellen im Pankreas zu beeinflußen oder auch diese zu regenerieren.
Des Weiteren Alpha Liponsäure, welches wirklich sehr gut anschlägt (bedauernswert dass es nicht von Krankenkassen übernommen wird. Aminosäuren wie Arginin und Taurin wirken sich positiv aus auf den Blutzuckerpegel. Und natürlich Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C.
-Heilpflanzen:
Es ist generell etwas schwierig eine Empfehlung auszusprechen. Ich bin für eine Lebersanierung, zB mit Mariendistel und Löwenzahn und für die Offenhaltung der ganzen entgiftenden Systeme und Organe wie eben Leber, Niere, Lymphsystem mit entsprechender individueller Empfehlung.
 Die bittere Gurke oder auch Bittermelone (Momordica Charantia) soll sich positiv auf die Blutzuckersenkung auswirken, auch die Heidelbeere kennt man für die Indikation.  Ansonsten Solidago (auch Nieren) , Blutwurz, Artischocken, Brunnenkresse , Beifuß, Schafgarbe, Frauenmantel, das echte Fuchskreuzkraut , (eher kurzfristig , da es Pyrrolizidinalkaloide enthält ) wurde offensichtlich auch in der Hinsicht in der positiven Monographie der Kommision E genannt.)
-Schüsslersalze:

-Blutzuckerregulation: Kalium sulfuricum D6, Natrium sulfuricum D6
-Stoffwechselregulation: Natrium phosphoricum D6, Calcium sulfuricum D6
-Muskel und Nerven: Magnesium phosphoricum D6
-diabetischer Fuß: Salben Kalium phosphoricum D6  und Magnesium phosphorium D6 im Wechsel.

-Wala Organpräparate:  z.B. Pankreas Organpräparate.



Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes:

 Durch die erhöhte Produktion der Steroidhormone kann vereinzelt in der Schwangerschaft die Insulinproduktion vermindert werden, was kurzfristig in der Schwangerschaft zu einer Erhöhung des Blutzuckers führen kann.
Schwangere sollten eben alte Regeln sie "essen für zwei" überdenken und die entsprechende Gewichtszunahme beachten. Keinesfalls mehr als zusätzlich 15kg.
Auch wenn eine Gestationsdiabetes nach der Geburt verschwinden kann, sollten Damen mit Prädestinierung dazu dennoch aufpassen.

Ganzheiltliche Betrachtung der Diabetes:
Hier wäre die Überlegung der fehlenden Süße im Leben. Und des dadurch bedingten , unbewussten sich umgebens mit Zucker.
Auch hier sollte man genauer hinsehen, ob Patienten hier eventuell Defizite haben, die nachzuholen wären. Beziehungsweise es erfordert ein ehrliches, genaues Hinsehen und Wahrnehmen von Betroffenen.

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
http://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/


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Montag, 12. September 2016

Rosacea "Der Fluch der Kelten" und "wenn die Haut "blüht"- Eine ganzheitliche Betrachtung.

(Bild:Pixabay/GLady)

Häufig ist es ein Zeichen von Vitalität und Gesundheit wenn ein Gesicht rosig ist. So empfinden sich jedoch Patienten, die unter Rosacea leiden, nicht. Plötzlich auftretender Flush und Schwellungen mit Endzündungen einhergehend, machen Betroffenen das Leben schwer.
Die Rosacea ist eine endzündliche Hauterkrankung , die das Gesicht betrifft, in fortgeschrittenen Stadien mit chronisch wiederkehrenden flush-artigen Rötungen und Pusteln mit Papeln. Zu Beginn sieht man häufig erweiterte Äderchen; vor allem bei Nase und Wangen, aber auch Stirn  , Nasenrücken und Kinn.
Rosazea beginnt häufig schon im dritten Lebensjahrzehnt; wird jedoch häufig erst ab dem 40-50.Lebensjahr manifest. Somit unterscheidet es sich von der klassischen Akne vulgaris durch das höhere Alter.
Später kommt oft auch eine Augenbeteiligung hinzu. Augen-Rosacea sollte regelmässig augenärtzlich kontrolliert werden um Komplikationen an der Hornhaut zu vermeiden.
Der Name "Fluch der Kelten" hat seinen Grund im bevorzugten Auftreten der Symptome bei hellhäutigen, sonnenempfindlichen nordeuropäischen Menschen.
Hier ist diffenetialdiagnostisch wichtig zu unterscheiden zwischen systemischen Erkrankungen wie zB Lupus Erythematodes.

Ursachen:
Über die Ursachen wir immer noch viel diskutiert. Vermutliche Ursachen:

  • Helicobacter Pylori: Endzündungen in Magen und Darm können sich auf die Haut verschieben. Hier wäre eine Erradikation sinnvoll, da es auf Dauer auch zum Ulcus bis hin zum Krebs führen kann.
  • Candida Befall: Was auch ein Zeichen für Abwehrschwäche wäre! 
  • Gestörte Darmflora: Zusätzlich auch häufig eine belastete Leber.
  • Spezielle Enzyme die vermehrt aktiv werden: Und somit die Symptomatik ankurbeln.
  • Ein hormonelles Ungleichgewicht: Hormonelle Veränderungen wie Wechseljahre oder Absetzen der Pille.
  • Dauerstress
  • Umweltgifte
  • Haarbalgmilben: Diese These bewahrheitet sich immer mehr! Spezielle Neigung dazu haben dass sich Milben am Haarbalg anlagern können währen zum Beispiel Personen, bei denen die lokale Immunabwehr der Haut gestört ist. Das hängt ja auch oft mit einer nicht intakten Darmflora zusammen. Oder bei hormonellen Veränderungen wie zB Wechseljahre, Menopause oder sonstige hormonellen Veränderungen.
Mögliche Auslöser für Schübe:

-Temperaturschwankungen; Hitze und Kälte im plötzlichen Wechsel.
-Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen
-Zu viel und zu ausgiebiges Sonnenbaden.
-starke gewürzte Speisen
-zu üppige , schwere Mahlzeiten
-zu viel Tierisches
-Zitrusfrüchte, allgemein Lebensmittel mit viel Histamin ( alte Käsesorten, Wein, Wurstwaren,Erdbeeren uvm)
-Alkohol
-Heisse Getränke
-psychischer Stress, Traumatisierungen.
-zu intensive körperliche Anstrengung
-Leber/Galle Belastungen
-Bluthochdruck
-extreme hormonelle Schwankungen
-Medikamente
-nicht gut verträgliche Kosmetika
-künstliche Stoffe in nahrungsmittel , zB Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel.
-Nahrungsmittelintoleranzen.

Was Betroffene tun können:

Jeder Betroffene muss für sich selbst herausfinden was er/sie veträgt oder nicht. Am besten führt man eine Art Heiltagebuch. Notiert Lebensmittel oder Kosmetika die nicht vertragen werden. Medikamente die genommen wurden. Aufgetragenes Make Up sollte auf jeden Fall abends entfernt werden.
Wann ist es das erste mal aufgetreten? In Verbindung mit welchen Umständen trat es auf?
Auch die soziale/psychische Komponente sollte mit erfasst werden. Hat man sich heute gut eingebunden gefühlt? Hat man sich geärgert? Was war wieder nicht so förderlich und wie kann ich es ändern? Das vegetative Nervensystem können wir nicht immer steuern. Wir wissen aber um die Kraft der Meditation und auch Yoga und wie wir damit das Unterbewusste mit beeinflussen können. 


Naturheilkundliche Maßnahmen:

  • Sanierung nicht nur des Darmes (und das über mind. 4 Wochen), sondern auch eine Entlastung des Leber/Galle Systems. Zeolithe, Probiotika und Leber/Galle System stärkende Mittel wie zB Mariendistelsamen, Löwenzahnsäfte. (Die Leber steht auch für Abgrenzung, Grenzen setzen, ein klares NEIN sagen können. Was hier oft auch ein wichtiges Thema ist)
  • Gewisse Nahrungsmittel, die die Symptomatik verstärken, weglassen. Es gibt auch viele Möglichkeiten diese Nahrungsmittel ausfindig zu machen. Wie zB Auslassdiäten( aber am besten nach einer gründlichen Darmsanierung), kinesiologische Tests.
  • Endzündung lindern mit zB Zink.
  • Homöopathisch: Muss individuell ermittelt werden.
  • Biochemie: -Kalium Phosphoricum (es ist nicht nur ein Energiegeber für die Nerven sondern auch sich positiv auf Infektionen auswirkend) ,
    -Kalium Sulfuricum (Lebermittel mit Bezug zur Haut und ist auch ausleitend)
    -Silicea
    -Juglans regia (Walnuß; Lymphbezug)
und sonst vieles je nach individueller Anamnese.
  • Ernährungstechnisch: endzündungshemmende ungesättigte Öle in der Ernährung wie zB Leinöl, Kürbiskernöl, Nachkerzenöl (innerlich und äusserlich)
  • B Vitamine
  • natürliche Antioxidantien, OPC
  • Natürliche Masken mit endzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften: zB Masken aus Rügener Heilkreide (wirkt mineralisierend und hautbildverbessernd und endzündungshemmend)

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
http://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/


Donnerstag, 8. September 2016

Hautprobleme ganzheitlich betrachtet-Wenn uns etwas "unter die Haut" geht

Die Haut ist unsere Schutzbarriere nach Aussen. Das Seelische hängt sehr eng mit der Haut zusammen. Genauso wie wir, wenn wir innerlich uns schwach und verletzlich fühlen, alles "aufsaugen", persönlich nehmen , zulassen dass es uns besetzt, so ist es auch mit der Haut: Sie wird wund, sie juckt (es "juckt uns etwas im Leben" im wahrsten Sinne)  , brennt ...
Ich möchte mich hier vorerst auf die verschiedenen Ekzemarten beschränken.
  • Neurodermitis: Ist  ein atopisches Ekzem. Es ist eindeutig, dass es bei der Neurodermitis um einen "Mangel-Zustand" geht. Stoffwechselprozesse der Haut sind vermindert. Es besteht eine mangelhafte Nachbildung von Zellstrukturen. Massive Trockenheit, Verminderung der Hautlipide. Das heisst, dass ein Fehlen der Vitalität vorliegt. Der typische Neurodermitiker ist auch  insgesamt in seiner Erscheinung wenig vital, wirkt wesentlich älter als er/sie ist. Die Haut ist grau, fahl, rau. Talg- und Schweißdrüsen sind wenig aktiv- bzw auch weniger in der Anzahl als nötig. Eine Unterversogung mit Blut liegt vor. Abendländisch gesehen könnte man sagen : es ist ein saturnalische Entwicklungsneigung. Patienten sind eher schlank bis mager. Der Einfluss des Nervensystems wird deutlich. Es geht hier um Überreizung auf allen Ebenen. Das Nervale greift ein in Hautprozesse. Zweifelsohne ist Stress immer wieder der Auslöser der endzündlichen Schübe. Auch eine erbliche Neigung besteht. Das heisst ein gewisser Einfluß des Astralkörpers, der Informationen der Reinkarnationen in sich trägt und uns auch in unserem Charakter, Persönlichkeit prägt (anthroposophische Sichtweise, die einleuchtet).
    Es besteht auch eine Störung der Hautbarriere. Die Haut wird durchlässiger für zB Allergene. Diese haften sich gerne an den Haarschaft und verstärken endzündliche Prozesse. Somit steht fest, dass die hautspezifische Immunabwehr auch wenig intakt zu sein scheint. Es ist also auch davon auszugehen dass die normale  bakterielle Besiedelung der Haut gestört ist.
    Interessant ist jedoch auch die Besiedelung der Stellen. Es ist eher der Oberkörper und die Beugestellen (Armgeugen, Kniekehlen) betroffen. Den Zusammenhang mit der Psyche erkennen wir häufig daran dass im Urlaub, speziell am Strand und am Meer Besserung eintritt.
    Es ist auch davon auszugehen dass der Verdauungstrakt zusammenhängt mit der Neurodermitis. Bei diesen Personen liegt eher eine Verdauungsschwäche vor. Oft auch verbunden mit Candidosen, Nahrungsmittelunveträglichkeiten.
    Von der Persönlichkeit her kann man sagen dass der Neurodermitiker eher zum Nachdenken neigt. Die Verhaftung in der Vergangenheit ist zu erkennen.

    Unbehandelt oder chronisch mit Kortison unterdrückt kann die Enzündung innere Organe befallen wie zB Pankreas (bishin zur Diabetes). Auch die Gelenke können leiden unter der chronischen Unterdrückung.
  • Psoriasis: Hier  geht es um ein seborrhoisches Ekzem. Hier liegt ein Überschuss an Vitalität der Haut vor. Was dazu führt dass Patienten in ihrem äusseren Erscheinungsbild vitaler und jünger wirken. Es sind also die Hautneubildungsprozesse im Übermass aktiv. Hier sieht man eher den Bluteinfluss als die des Nervensystems. Aber auch hier ist Stress nicht gerade förderlich. Auch hier liegt eine erbliche Neigung vor. Die Gesamtlipide der Haut sind erhöht und die übermässige Neubildung der Hautzellen zeigt sich in einem schuppig-silbrigen Äusseren.Die Hautneubildung vollzieht sich von unten nach oben. Vom Stratum basale angefangen verlässt eine tote Hautzelle die Haut über das Stratum corneum im Normalfall in 28 Tagen. Bei der Psoriasis ist dieser Vorgang verkürzt auf wenige Tage. Weisse Abwehrkörper wandern mit in die obere Haut mit hinein und bewirken endzündliche Prozesse. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung.
    Doch auch hier kann man die Auswirkungen des sogenannten Astralkörpers erkennen. Das heisst denjenigen Teil unseres Wesens, der uns durch die Einflüsse des Karmas prägt.
    Betroffen sind hier besonders Unterleibsregionen; auch Genitalien, Knie. Aber auch Kopfhaut, Ellenbogen.Vor allem aber intertriginöse Bereiche der Haut. Das heisst : Orte an denen sich die Hautstellen berühren; in den Hautfalten.
    Vom Erscheinungsbild her ist der Psoriatiker eher stattlich, gut genährt und jünger aussehend. Abendländisch-Heilkundlich bezeichnet man es als eine mondische Erkrankung. Der Mond steht für maßlose Fülle (im Gegensatz zu Jupiter, der das Zuviel nimmt und dahin treibt wo etwas zu wenig ist).
    Persönlich kann man eher sagen dass der Psoriatiker sehr zum Handeln neigt. Oft auch ohne groß zu überlegen stürzt er sich gern ins Geschehen. Also ist hier eher das Wollen im Vordergrund.
    Auch hier ist die chronische Unterdrückung des Erscheinungsbildes nicht förderlich und kann wie bei der Neurodermitis innere Organe befallen. Psoriasis Arthritis oder auch psoriatische Nägel sind nicht gerade eine Seltenheit.
Therapeutische Ansätze:

Neurodermitis:

  • Psychotherapeutisch-Ganzheitlich: Es wäre das Ziel vom Denken bischen mehr wegzukommen und die Willenskraft zu stärken.
  • Naturheilkundlich:
-Befeuchten: zB Natrium Muriaticum D12, schüsslerisch oder als Globuli. Avena Sativa , zB Calmedoron von Weleda.Kalium Phosphorium D6 schüsslerisch oder als Globulis; für die Nerven.
-Teemischungen zum Trinken: es sollte eine Mischung aus nervenberuhigenden und befeuchtenden Kräutern sein. zB: Ehrenpreis, Johanniskraut, Ringelblume, Lavendel, Sternanis, Hauhechel, Kamillenblüten.
-Tee-Umschläge: Gerbstoffhaltige  und befeuchtende Teebestandteile: wie zB Eichenrinde, Calendula, Johanniskraut.
-Salzbäder, Totes Meersalz
-Ernährung: Weniger Tierisches und Vermeiden von Nahrungsmitteln die Unverträglichkeiten fördern können. Haferflocken zB zum Frühstück. Sind nährend, befeuchtend und nervenberuhigend.
-Ungesättigte Fettsäuren: Nachtkerzenöl, Omega Fettsäuren. Um die defizitären Hautlipide auszugleichen. Ausserdem wirken diese auch endzündungshemmend.
-Vitamine B und D: Beim Vitamin D sollte man regelmässig einen Spiegel ermitteln und sehen dass er ausreichend hoch ist. etwa 70ng/ml sind ein guter Richtwert.
-Darmflorastärkung und Aufbau.
-Kokosfett und Omegafettsäuren zur Pflege
-Entsäuerung

Psoriasis: 
  • Psychotherapeutisch-ganzheitlich:  Hier wäre das Ziel etwas mehr  die Denkkraft zu stützen im Gegenzug zum Willen und zum "sich Hals über Kopf hineinstürzen".
  • Naturheilkundlich:          
-Leber-Sanierung und Reinigung auch des Lymphsystems: Zum Beispiel mit Mariendistel, Löwenzahn (hat auch Lymphbezug), Lymphmittel (als Tee oder zB Lymphdiaral, Lymphomyosot; spezifisch ausgesucht je nach Patient.)
Schüssler Salze wie Natrium Sulfurium regulieren den Flüssigkeitshaushalt und sanieren auch die Leber.
-Darmflora-Sanierung: Ist auch Abwehrregulierend!
-Entsäuerung.
-Ernährung: Auch hier gilt: weniger Tiereiweisse. Mehr frische Kost, Vitalstoffe. Ungesättigte Fettsäuren statt gesättigter Fette. 
-Kokosfett und Omega Fettsäuren zur Pflege äusserlich.
-Vitamin D.: (Wie bei der Neurodermitis )Beim Vitamin D sollte man regelmässig einen Spiegel ermitteln und sehen dass er ausreichend hoch ist. etwa 70ng/ml sind ein guter Richtwert. Regelmässig Mittagssonne geniessen; mind. 15-20 min.

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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(Bild:clipdealer.de)

Freitag, 26. August 2016

Die passende Prävention für jeden Typ/jedes Temperament und die Vier-Säfte-Lehre


(Bild:pixabay/Chaos07/von Jan Brueghel "Fülle und die vier Elemente")
Als Einstieg ein passendes Gedicht von Goethe:
"Wer sie nicht kennte,
Die Elemente,
 Ihre Kraft
Und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
 Über die Geister"
~aus Johann Wolfgang v. Goethes Faust

Ich kann mich noch gut an mein Pharmaziestudium erinnern; wie unser Pharmakologe uns die Humoralpathologielehre- auch Vier-Säfte-Lehre genannt- vorstellte und wir alle leicht amüsiert waren.
Doch als ich Jahre später selber mich mit alter Heilkunde befasste, begegnete mir die Vier-Säfte-Lehre wieder und diesmal war ich vorerst weiterhin skeptisch aber danach eher sehr neugierig und verblüfft. Ich probierte es an mir selbst aus. Es soll natürlich kein Ernährungs-Dogma entstehen , sondern es soll schmackhaft sein und Freude machen. Vor allem sollte es wirklich vitaler und lebendiger machen, statt schwer und träge (so wie man es heutzutage häufig betreibt.)
Nun aber zur Humoralpathologielehre-bzw Vier-Säfte-Lehre:

Die Humoralpathologielehre wird erstmals erwähnt im Corpus Hippokraticum , einer antiken Textesammlung die vermutlich zwischen dem 5.Jhd v.Chr.  und dem 2.Jhd n. Chr. entstanden ist. Benannt wurde die Sammlung nach dem berühmten Arzt Hippokrates; jedoch wurde sie nicht von ihm entworfen. Entworfen hatte es  Empedokles (490–430 v. Chr.). Diese Lehre diente dazu um gewisse pathologische Vorgänge zu erklären und einzuordnen und als Krankheitskonzept.
Weiterentwickelt wurde dieses Konzept von Galenus von Pergamon.
Laut dieser Lehre gibt es 4 wichtige Säfte im Körper, sogenannte Humores. Jeder Saft hat seine Zugehörigkeit zu seinem Element und dessen Prinzip. Es ist also so, dass je nachdem welcher Humor überwiegt und welches Prinzip, das entsprechende Temperament daraus entsteht. Jeder kennt die Bezeichnung Choleriker, oder man sagt auch "er/sie ist heute so phlegmatisch". All diese Bezeichnungen stammen aus dieser Lehre.

Ein ganzheitlich gesunder, ausgeglichener Zustand wird erreicht durch ein gutes Gleichgewicht der vier Säfte!

Wichtige diagnostische Methode ist die abendländische Pulstastung.Wie ist der Puls in den Qualitäten Wärme oder kälte, Feuchte oder eher Trockenheit, stark oder schwach?Weich oder hart? Ist er "wegdrückbar"? Ist er eher voll?
Und der Puls ist für jedes Temperament eher unterschiedlich zu werten (gemeint ist der vergleich zum gesunden Zustand)

Doch nun zu den Säften und deren Wirkprinzipien:
  • Sanguis---> Blut.  Blut ist warm und feucht. Das dazugehörige Element ist Luft.  Schwerpunktmässiges Organ ist das Herz. Wir reden hier vom sanguinischen Temperament-bzw solche Menschen bezeichnen wir als Sanguiniker/In. Entsprechend sind auch von diesem Humor geprägte Menschen. Sie sind sehr kommunikativ, offen, machen sich überall sofort beliebt, strotzen vor Ideen und sind sehr abenteuerfreudig. Sie sind sehr flexibel und schnell. Abwechslung und Veränderungen sind ein Muß. Der Künstlertyp, der sich auf keinen Fall irgendwo einordnen lässt. Sie sind eher gefühlsgesteuert.Das Sanguis-Prinzip ist oft ein Richtwert bei der Therapie und dieser Zustand ist häufig Therapieziel in vielen Fällen, welches wir Therapeuten anstreben !Jedoch gibt es auch hier Nachteile: ein überschüssiges Sanguis Prinzip kann einhergehen mit zB die ganzen Fülle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, aber auch die Neigung zu Entzündungen . Auch bei diesem Temperament kann, wenn der Füllezustand überwiegt Krebs entstehen (mit einfachen Worten "zu viel an Zellen, übermässige Teilung"). Seelisch neigen diese Personen sehr dazu , Projekte oder Aufgaben oder Ziele nicht fertigzubringen-bzw nicht richtig anzusteuern, da sie schon wieder von einer Sache zur Anderen springen. Manchmal kann man auch eine gewisse Neigung zu Sucht-Themen und auch zu vielem, ausgiebigem Feiern erkennen. In diesem Falle müssen wir das Überschüssige ausgleichen. Das kann man gut , indem man die anderen Prinzipien etwas mehr stärkt. Zum Beispiel etwas mehr Erdung und stellenweise Kühlung. Aber auch Feuer kann hilfreich sein, wenn das Luft Prinzip gar so sehr im Überschuß ist.
    Wenn man den Puls von sanguinischen Menschen fühlt erkennt man dass er kräftig,  voll  und schnell ist und aber eher weiche Spitzen hat. Es ist ein "warmer" Puls. 
Kinder sind vom Wesen her eher sanguinisch geprägt. Sie knüpfen sofort Kontakte und sind frei von Vorurteilen , die wir Erwachsene oft hegen. Hier könnten wir dazulernen und etwas mehr kindlicher werden.
  • Phlegma --> Schleim. Schleim ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist Wasser. Wichtiges repräsentatives Organ ist das Gehirn.Die Lebenskraft ist hier sehr präsent.   Hier geht es um das phlegmatische Temperament . Und von diesem Temperament geprägte Menschen bezeichnen wir als Phlegmatiker/In. Der klassische Phlegmatiker agiert sehr langsam, obwohl er keines wegs dumm ist. Dafür hat er eine ausgeprägte Neigung zum Geniessen , ist ein ausgesprochener Ästhet und die heutige Leistungsgesellschaft überfordert ihn eher. Vom Wesen her ist er eher introvertiert, kann Impulse von aussen gut aufnehmen.Tätigkeiten mit denen er beginnt bewältigt er sehr akkurat.Er besitzt auch viel Lebenskraft.Der Puls ist ebefalls recht voll, jedoch eher schwach leicht wegdrückbar und eher von kalter Natur.
    Ein Wasserelement im Überschuß kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Auf körperlicher Ebene Übergewicht, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut (weil das Blut "verwässert"),Verschleimungen der Atemwege (Schleimbildung stark ausgeprägt). Trägheit des Verdauungstraktes (der dafür notwendige Tonus fehlt im Verdauungstrakt), Verschlackung des Bindegewebes.Persönlich sind Menschen mit Wasserüberschuss sehr träge und unentschlossen, was auch Nachteile mit sich bringen kann im Alltag.
    Hier ist Feuer angesagt! 
Babys und Kinder sind vom Grundtemperament her phlegmatisch. Da sie wachsen müssen brauchen sie die nährenden Säfte. Wann auch immer ein Kind mit Erkrankungen zu tun hat, die eher von gelbgalligen Schärfen verursacht werden wie zB Ulcera, sollte man genauer hinschauen, denn sowas ist eher ungewöhnlich.
  • Xanthe-Chole ---> Gelbgalle. Gelbgalle ist warm und trocken. Das dazugehörige Element ist das Feuer.Wichtiges repräsentatives Organ als Prinzip ist die Leber; .Die entsprechend geprägte Menschentype nennt sich Choleriker/In. Am Wesen dieser Menschen erkennt man das Feuer. Nichts ist ihnen schnell genug und wenn sie es nicht selbst gemacht haben ist auch nichts wirklich gemacht. Auf keinen Fall können diese Menschen an einer Kassenschlange warten ohne schimpfen zu müssen. Einen solchen Chef oder auch Kollegen/In wünscht man niemandem wirklich. Um morgens einen cholerischen Chef ansprechen zu können muss man erst einmal warten dass er zB seine Zigarette zum schwarzen Kaffee zu Ende geraucht hat. Denn er muss erstmal runterkommen.
    Choleriker/Innen sind sehr scharfsinnig und haben einen gut ausgeprägten Intellekt. Sie verlieren sich in Arbeit und können damit auch nicht wirklich aufhören. Der klassische Managertyp, der leisten, leisten , leisten muss.
    Das Feuer ist im Prinzip ein förderliches Element. Es fördert den Intellekt und die Intuition. das wervolle königliche Feuer ist unerlässlich. Und es kann wirklich sehr positiv genutzt werden.Jedoch im Überschuß kann es eben eher die Stufe des gemächlichen Durchgarens und Reifung von Prozessen , persönlichen Entwicklungsstufen überspringen und eher verkohlen statt entfalten lassen. Das Martialische überwiegt.
    Der Puls dieser Menschen ist oft recht stark, mit starken Spitzen, hart, gespannt und von warmer Natur.
    Typische Erkrankungen  für Feuerüberschuß sind Leber/Galle Erkrankungen und alles was den Verdauungstrakt anbelangt. Auch Herzerkrankungen wie Infarkte . Durch den übertriebenen Drang zu Bewegung gerne auch Risse, Degenerationen in Knochen, Sehnen, Muskeln.Entzündungen. Hautprobleme mit Juckreiz (die gelbgalligen Schärfen! ) Im vortgeschrittenen Alter  Karzinome . In jungen Jahren könne diese Menschen alles gut wegstecken, jedoch im Alter kann die Leber überfordert werden vor lauter Feuer und Asche. Sie neigen zu Melancholie im Alter, da die Schwarzgallen allmählich überwiegen. Persönlich können sie sehr unangenehm werden und ihren Mitmenschen unter Umständen das Leben schwer machen wie zB durch Mobbing  und  Gehässigkeit.
    Hier brauchen wir mehr Phlegma/Wasser. 
  • Melan-Chole: ---> Schwarzgalle. Schwarzgalle ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist die Erde. Das repräsentative Organ als Prinzip ist die Milz. , die Strukturkraft. .Entsprechend geprägte Menschen nennen wir Melancholiker/In. Eigentlich ist es eine Eigenschaft des fortgeschrittenen Alters. Jedoch kann es in Ausnahmefällen auch bereist jüngere Menschen betreffen. Melancholiker sind sehr introvertiert und isolieren sich gern. Sie neigen sehr zum Grüblerischen und zur Schwarzmalerei. Verletzungen verarbeiten sie sehr langsam und vergessen es auch nicht mehr so schnell. Sie sind ewig gestrig, Neuigkeiten gegenüber eher verschlossen. In allen Lebensbereichen sieht man eine gewisse Starre.Während der Sanguiniker sich von einem Abenteuer ins Andere stürzt, verharrt der Melancholiker eher in dem was er bereits kennt. Allerdings sind die meisten Komponisten, Künstler, Dichter von der Melancholie geprägt. Gäbe es nicht die Melancholiker, gäbe es den Feinsinn nicht. So hat auch dieser Aspekt seinen wichtigen Platz! Nur wenn es eben im Überschuss ist kann es pathologisch werden; so wie es bei jedem Element der Fall ist.
    Typische Krankheiten sind Krebs und alle bösartigen Entartungen, Reaktionsstarren jeglicher Art. Herzinsuffizienzen (fehlende Lebenskraft, die ja von der Leber ausgeht)  Ein Melancholiker kann ein schwieriger Patient sein, da er grundsätzlich langsam reagiert und er muss auch viel Geduld mit sich selbst haben.Der Puls dieser Menschen ist  schwach, wenige Spitzen, leer und langsam kaum wahrnehmbar und wegdrückbar Eher oberflächlich. Was ein Hinweis auf zu wenig Lebenskraft ist.
    Hier brauchen wir auf jeden Fall Feuchte, also Wasser. Nur müssen wir das vorherrschende Erdelement bischen vorbearbeiten damit das Wasser aufgenommen werden kann. Und Feuer , also Wärme. Lebenswärme und Luft .
Ernährungshinweise und naturheilkundliche Mittel für die Temperamente.

Sanguiniker:
Bei Sanguinikern mit überwiegendem Luftelement  ist es wichtig dass die Reizüberflutung und die Möglichkeiten zur Ablenkung ausgeschaltet werden. Er braucht auf jedenfall Erdung und aber auch Feuer für die gezielte Intuition.
Ernährungstechnisch wäre hier als erdende Nahrungsmittel Wurzelgemüse ganz gut geeignet. Grundsätzlich sollten betroffene Menschen einfach weniger essen. Weniger rotes Fleisch und Wurst, da das Blut ohnehin zur Verdickung neigt. Ansonsten macht es grundsätzlich keinen Sinn Verbote zu erlegen. Sie sollten nur maßvoll sein und weniger Reiz und Genussmittel konsumieren. Menschen die einwenig erden würden solchen Menschen auch guttun. Gegensätze ergänzen sich unter Umständen sehr gut. Jedenfalls brauchen Sanguiniker sehr viel Luft! Bewegung an der Luft zB. Sonst kompensieren sie den Mangel an Luft durch das Überkonsumieren von Nahrungsmittel und Reizmitteln.
Naturheilkunde: 
-Nervenberuhigende Arzneien wie Baldrian, Hafer. Kühlendes wie zB Patchouly 
Arzneien müssen natürlich indiviuell auf jeden Patienten abgestimmt werden.

homöopathisch nach dem simile Prinzip:
-Apis (Honigbiene): übertiebene Geschäftigkeit und plötzlicher Stimmungswechsel.
-Coffea crudum : der Ideensprung
-Zinkum: Überreizte Nerven

Phlegmatiker:

Auf jeden Fall reduziert werden müssen Mehlspeisen, phlegmatisierende Nahrungsmittel wie weiche Käsesorten oder eben auch der Schweinsbraten mit der Soße und den Knödeln (der Phlegmatiker liebt in der Regel diese Art von Nahrung; doch auch hier kann eine wohlschmeckende , aber eben nicht so sehr phlegmatisiernde Lösung gefunden werden). Auch Rohes verträgt der Phlegmatiker etwas schlecht. Jedoch  Verbote machen keinen Sinn; die Menge macht es aus und die Art der Zubereitung. Weniger und auf jeden Fall gut gewürzt mit Feuer fördernden Gewürzen. Und Bewegung; wenn man Abneigung zu Joggen oder dergleichen hat könnte man zB Schwimmen gehen.  Und das Wasserelement ist günstig, da es bei ihnen überwiegt. Regelmässige Lymphdrainagen sind auch von großem Nutzen.
Naturheilkunde:
-Bitterstoffe! Am besten jeden Tag, zB Heildelberger 7 Pulver (Lräuterparadies Lindig München), da es das Feuer vermehrt und Schleim ausleitet. Bei Bittermitteln ist die direkte Wirkung über die Mundschleimhaut wichtig. Bittermittel tonisieren auch den Verdauungstrakt. und machen die verstopften Poren wieder frei und beschleunigen die Entleerung.
-Basilikum , Thymian und Bohnenkraut als Gewürz

aber auch nach dem homöopathischen Prinzip (mit ähnlichem Ähnliches heilen:
-Calcium Carbonicum: ängstlich, Abneigung gegen veränderung und geistiger Arbeit.
-Graphites: Neigung zu Fettsucht mit Frösteln.
-Barium carbonicum: Schüchtern, nach am Wasser gebaut, lässt sich schnell verunsichern, Abneigung zu geistiger Arbeit bis hin zur Demenz.


Choleriker:
Choleriker haben besondere Vorlieben für Nahrungsmittel die Fülle, Reichtum an Genuss und Reiz besitzen. Fleisch, scharf und gut gewürzt zB und am besten jeden Tag. Hier könnte man zB den Lieblings Thai Curry mit Kokosmilch versetzen, welches etwas mehr Phlegma fördern würde. Der Choleriker muss auf jeden Fall regelmässig befeuchtet und phlegmatisiert werden damit die gelbgalligen Schärfen neutralisiert werden können. Auch die Neigung zu Zucker, Alkohol, Kaffee und Tabak ist nicht ausser Acht zu lassen; auch hier ist Mässigung angesagt. Viel Schlaf, welches auch phlegmatisiert, würde auch Sinn machen.
Jedoch gilt auch hier: Verbote und Gegensätzliches verordnen würde nichts bringen. Man sollte stets versuchen eine gute Mittellösung zu finden, ohne dass der Patient verzichten oder sich selbst kasteien muss. Versuchen sie einfach zu verstehen und sich in die Lage desjenigen zu versetzen; egal ob sie so jemanden in ihrem Umfeld haben oder als Patient. Denken sie immer das manche einfach nicht anders können als so zu sein wie sie sind. 
Naturheilkunde:
-Boldo: kühlend, Leber/Galle System regulierend und Gelbgalle ausleitend.
-Passionsblume: macht Feuertypen etwas weicher und sozial vertäglicher
-Rosa Damascena: macht das Martialische weicher, als Symbol der Liebe wird das martialische gemässigt und gekühlt.
-Wolfstrapp: kühlend, Schilddrüse wird beruhigt und Erregung im Übermaß herabgesetzt.


nach dem Simile Prinzip, homöopathisch:
-Brechnuß, Nux Vomica: ideal für übererregte , blank liegende Nerven. Idealerweide kombiniert mit Kupfer zum Entkrampfen des Nervensystems. Und Kupfer zur Stärkung des venusischen Prinzipes.
-Tarantula: extreme Ruhelosigkeit mit plötzlichem Stimmungswechsel.


Melancholiker:
Sie sind eher im Denken und Verstand stark. Weder die Mitte, wie zB der Verdauungstrakt mit allen dazugehörigen Organen noch die Lunge und das Herz sind stark genug. Meist sind sie sehr schlank, haben keine Rundungen. Die Verdauung funktioniert sehr schwach, daher essen sie wenig, dafür öfter.
Hier könnte man sich überlegen ob man nicht Salate mit einem guten Dressing anmacht, der einwenig die Speichelsekretion und somit die Verdauungssäfte ein wenig ankurbelt und Appetit macht. Salate wären auch befeuchtend und mit dem richtigen, gut gewürzten Dressing auch verdauungsfördernd. Auf jeden Fall sind Haferbreie, je anch Geschmack süß oder herzhaft zubereitet, sehr gut nährend; auch für die Nerven. Befeuchtende Nahrungsmittel, aber auch Wärme wäre wichtig in der Ernährung dieser Menschen. Gute Therapien sind alle Erdelement dominierten Therapien. Wie zB Moorbäder oder Packungen. Heilmittel wie Heilerde, die viel Mineralien enthalten. Aber auch Spagyrik, da es die Heilessenz schonend weitergibt.
Melancholiker sollte man möglichst nicht alleine lassen. Auch wenn sie es nicht immer zeigen, brauchen sie die Wärme der Liebe und Fürsorge. Man darf sie dafür nicht verurteilen oder entnervt die Geduld verlieren. Fassen sie einmal Vertrauen, sind sie auch sehr treue Freunde, Partner und sind sehr fürsorglich.
Was Melancholikern auch sehr gut tut sind Atemübungen. Pranayama und alles was die Mitte stärkt.Auch regelmässig Bewegung an der frischen Luft, Natur , sind sehr wichtig.
Naturheilkunde:
Schwarzgallen ausleiten steht hier im Vordergrund.
-Aderlässe in ganz kleinen Mengen. Diese wirken blutbildungsfördernd und regenerierend. Und die Schwarzgallen werden ausgeleitet. Am besten bei Vollmond. Danach keine reizenden Nahrungsmittel, Gebratenes und zu Würziges zu sich nehmen. Viel Flüssigkeit und nährende aber leichte Kost.
-Bittermittel. Mit überwiegend befeuchtenden Stoffen, die nicht zu sehr austrocknen. Löwenzahn zB. 
-Lebermittel, wie zB carduus marianus (Mariendistel) Samen. Wenn die Leber stark genug ist hat auch das Herz wieder genügend Energie. Und das Herz repräsentiert ja die Lebensfreude.Zusätzlich befeuchten diese Samen auch)
-Brunnenkresse: belebend und befeuchtend.
-Linde: stimmungsaufhellend und aktivierend, ausleitend.

homöopathisch, nach dem Simile Prinzip:
-Blei, Bleihonig von Weleda (D12-D30)
-Causticum
-Natrium muriaticum (in einer D12 wirkt es auch befeuchtend, was wichtig ist, denn man muss auch die Erde von Pflanzen manchmal aufbereiten, wenn sie gar so trocken ist. Sonst saugt die Erde das Wasser nicht wirklich auf. Das kennt man sicher von zu trockener Blumenerde. In höheren Potenzen ist es sehr gut wirksam auf diese Starre, dieses ewig Gestrige und dem Festhalten an alten Verletzungen)
-Ceanothus americanus (Milz wird entlastet)
-Ferrum arsenicosum D6 (Milzspezifisch)

Zusammenfassend kann man sagen dass niemals nur ein Temperament dominiert. Jeder Mensch besteht meist aus einer Mischung von verschiedenen dominierenden Elementen, Prinzipien. Daher ist die individuelle Behandlung stets wichtig. Nicht jeder Choleriker ist gleich, auch nicht jeder Phlegmatiker. Es gibt zB auch sogenannte zappelige Phlegmatiker, die zwar phlegmatisch sind , aber eher recht schlank sind und sehr hyperaktiv.
Ebenso kann man nie eine gewisse Erkrankung eines Cholerikers genauso behandeln wie die eines Sanguinikers , bloß weil es die selbe Diagnose ist. Stets muss der Grundboden der Erkrankung individuell betrachtet werden.


Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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(Bild:pixabay/Chaos07)


Dienstag, 16. August 2016

Chronische Schmerzen- Ursachen, Sinn und ganzheitliche Betrachtung


Jeder von uns kennt Schmerz oder Schmerzen. Treten sie einmal auf, lenken sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich- man kann quasi nicht mehr anders als sich nur noch mit dem Schmerz zu beschäftigen. Wir empfinden es als nervig und ärgerlich, denn wir müssen ja weiterhin funktionieren. Daher greifen die Meisten von uns einfach zur Schmerztablette.

Schmerz ist oft ein Signal an uns etwas zu verändern.

Das Nervensystem befähigt uns die Aussenwelt mit Rezeptoren und Sinnesorganen wahrzunehmen um entsprechend reagieren zu können. Es schafft somit emotionale Bindung zur Aussenwelt und das was wir wahrnehmen wird in Körpersignale umgesetzt.


Schmerzen werden über das Nervensystem ans Hirn weitergeleitet. (s.Abbildung)






Der Ort der Schmerzverarbeitung und Wahrnehmung ist sozusagen das Gehirn. Das Warnsignal kommt in der Regel aus dem Gewebe -bzw aus einem Teil des Gewebes welches sich nicht mehr im physiologischen Gleichgewichtszustand befindet.





Es gibt spezielle Sensoren, die Nozizeptoren (das sind freie Nervenendigungen) die den Schmerz über das Rückenmark an die Großhirnrinde weiterleiten, egal ob es ein chemischer, thermischer oder mechanischer Reiz ist. Diese befinden sich überall: In der haut, im Muskel, Eingeweiden, Blutgefäße und Gelenke. Diese Schmerzrezeptoren gewöhnen sich nicht an bestehende Schmerzen, so dass der Schmerz dauerhaft ein Problem darstellen und Betroffene beeinträchtigen kann.
Was führt aber zu dieser Veränderung im Gewebe? Sehen wir uns die Gründe für Schmerzen an. Auch hier gehen seelische und körperliche Ursachen nahtlos ineinander über.



    Arten von Schmerzen:

    Schmerzen die vom Körpergewebe aus kommen
  • Somatischer Schmerz: Stammt auch Knochen, Gelenken, Haut, Bindegewebe und ist eher gut zu lokalisieren
  • Viszeraler Schmerz: Von inneren Organen stammend und oft schlecht lokalisierbar.



Schmerzen die aus dem peripheren und aus dem zentralen Nervensystem kommen:

Das periphere Nervensystem liegt ausserhalb des Wirbelkanals und des Schädels und besteht aus Hirnnerven und Spinalnerven. Es verbindet das Zentrale Nervensystem mit dem Effektororgan. (Motorik)
Das zentrale Nervensystem liegt zwischen Gehirn und Rückenmark und kümmert sich um Reizweiterleitungen (Sensorik)
Hier unterteilt es sich in das unwillkürliche und das willkürliche Nervensystem. Das Unwillkürliche Nervensystem ist derjenige Teil den wir nicht steuern können. Beispielsweise der Herzschlag, das Atemzentrum, die Verdauung, die Sexualorgane und manche inneren Muskeln der Augen. Je nachdem ob wir gerade im Stress sind oder nicht wird das Sympathische oder das Parasympathische Nervensystem aktiv. Der Sympathikus ist in Stresssituationen, Fluchtreaktionen, Angst, Spannung, Unruhe


aktiv. In dieser Phase kontrahieren sämtliche Gefäße und Muskeln und die Verdauung verlangsamt sich. Und die Durchblutung ist nicht gut gewährleistet.
(so kann man sich Auswirkungen von Dauerstress ausmalen)
Der Parasympathikus ist in Entspannung aktiv.Die Gefäße und Muskeln relaxieren, die Verdauung arbeitet voll aktiv. Die Durchblutung ist gut gewährleistet.
Das Willkürliche Nervensystem ist durch unseren Willen steuerbar. Wie zum Beispiel Hand und Beinbewegungen, das Gehen, Tanzen uvm.



Das ZNS ermöglich uns die willkürliche Motorik, die uns wiederum eine entsprechende Anpassung an Umweltbedingungen ermöglicht und ist der Ort des bewussten und unbewussten Denkens.

  • Zentraler neuropathischer Schmerz: zum Beispiel Phantomschmerzen oder Schädigungen im ZNS zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Oder auch Fehlregulationen im sympathischen Nervensystem
  • Peripherer neuropathischer Schmerz: Zum Beispiel durch Diabetes verursachte Polyneuropathie,durch Alkoholabusus geschädigte Nerven, Nervenkompressionen oder auch Trigeminusneuralgien.







Ursachen von Schmerzen:
    Physische Ursachen:
  • Unfall/ Verletzung:
  • Raumfordernde Prozesse wie zB Tumoren, Endzündliches:
  • Reaktionsstarre: In vielen Fällen haben wir es mit einer chronischen Ansammlung von Schlackenstoffen zu tun. Nicht abtransportierte Schlackenstoffe lagern sich im Gewebe an. Es fließt nichts mehr weiter, da es durch die Blockade zu einem Teufelskreis kommt. Das erzeugt eine Reaktionsstarre. Und dies führt irgendwann mal zu Schmerzen.
  • Fehlstellungen im Bewegungsapparat: Oft sind Ursachen von Schmerzen mit einer Abweichung der Wirbelsäule von der idealen S Form verbunden. Entweder ist es ein Beckenschiefstand oder gar eine Skoliose, also seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Das Kann bis zur Halswirbelsäule sich verlagern. So mancher chronischer Kopfschmerz oder gar Migräneproblematik kann dadurch verursacht oder verstärkt werden. Oder aber auch wenn Atlas und Axis nicht gut aufeinandersitzen.
  • Im Kopf/Nackenbereich zähe Lymphe: Wenn das Lymphsystem vor allem im Kopfbereich belastet ist. Zum Beispiel durch Zahnherde, Feinstaub , irritierte Schleimhäute .Da kann sich schonmal im Nacken/Schlüsselbeinbereich die Lymphe richtig verhärten. Was dann zu Dauerverspannungen und Schmerzen führen kann.


Seelische Ursachen:

Der Schmerz kann auch ein Hinweis sein auf Starre in gewissen Lebensbereichen. Zum Beispiel nicht angesprochene Konflikte in einer Partnerschaft, ein Job der uns nicht erfüllt, Pflichten die wir uns aufladen und die nicht zu unserer Persönlichkeit passen. Nicht aktiv seine Rolle ausleben können und ständig „zu kurz kommen“, nicht zum Zuge kommen können.
Auch hier gehört wieder eine ganzheitliche Betrachtungsweise dazu. Und hier möchte ich mal wieder das Thema Leber erwähnen. Leber, das Organ der Abgrenzung, der Lebensfreude. Raus aus der Introvertiertheit, Isoliertheit in die Entspannung. Mehr soziale Kontakte statt Cybermedien.
Auch diese ganze Fülle an Informationen um uns herum, die uns manchmal überfordert, macht die sensiblen unter uns fertig. Man ist „genervt“, „Fertig mit den Nerven“. Besonders auch Halswirbelsäulen Probleme sind ein Zeichen der Überforderung. Schmerzen im Rücken, der Lendenwirbel sind Hinweise auf evtl. zu schwaches Rückrad. Nicht gerade stehen können für etwas was uns viel bedeutet. Der Sakralbereich, der der Sitz des Wurzelchakras ist, hat oft mit Ängsten zu tun. Vor allem der Psoasmuskel und ihn betreffende Schmerzen.



Schmerzen im Kopfbereich:




Migräne:


Immer wieder rezidivierende Kopfschmerzen; meist halbseitige Anfälle und gelegentlich auch mit vegetativen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen. Frauen sind häuiger betroffen als Männer.
Die Ursache ist immer noch nicht ganz geklärt. Stress, erbliche Veranlagung werden als Ursachen genannt.
Häufige Auslöser sind Alkohol, Tyramin-haltige Nahrungsmittel wie Schokolade, gewisse Käsesorten, Rotwein , aber auch Medikamente, drückendes Wetter, Lärm, Menstruation…

Es gibt 3 Phasen :

-Gefäßverengungen im Kopfbereich mit neurologischen Störungen
-Gefäßerweiterungen mit der klassischen Halbseitenkopfschmerz
-lokales Ödem um die Gefäße mit Dauerkopfschmerz

Hier spielt der Neurotransmitter Serotonin eine große Rolle. Die Kopfschmerzen können Stunden bis Tage dauern.

  • Migräne ohne Aura: Ist die klassische Migräne mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Migräne mit Aura: Hier kommen neurologische Ausfälle dazu wie zB Sehstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen.

Naturheilkundliche Möglichkeiten um Migräne begleitend zu behandeln:

  • Mentales Training und dadurch bewusstes Eingreifen in die Durchblutung-Situation der Schläfenarterien.
  • Entspannungstechniken, Gesprächstherapien; aber auch Yoga, Meditation
  • Regelmässige Magnesium Einnahme!
  • Vermeiden von Tyramin-haltigen Nahrungsmitteln wie zB gewisse Käsesorten, Rotwein, Schokolade
  • Darmflora-Sanierung: Es wirkt sich eine gesunde Darmflora auch pozitiv aus auf den Neurotransmitterhaushalt. Man sehe sich die strukturelle Ähnlichkeit von Darm und Hirn an.
  • Leber/Galle-System entlasten: Eine Sanierung hier macht Sinn.
  • Phytotherapie
  • Manuelle Verfahren: auch Fehlstellungen im Bewegungsapparat; vor allem der Halswirbelsäule, kann sich negativ auswirken.
  • Hier kann man auch die chinesische Medizin mit einfügen. Leberpunkte auf dem Lebermeridian zu bearbeiten macht hier Sinn. zB der Punkt Le3 am linken Fuß. Es reiht sogar wenn man ihn paarmal drückt und massiert. Und schon kann die am Kopf angestaute Energie abgeleitet werden.

Uvm.

  • Chronischer Spannungskopfschmerz und Halswirbelsäulen-Kopfschmerz

Chronischer, immer wieder kehrender Kopfschmerz ( ca. alle 2 Wochen, mindestens 6 Monate lang). Ist wahrscheinlich erblich bedingt, aber auch durch dauerhafte Verspannungen und Gelosen (=knubbelartibe Verhärtungen) der Schulter/Nacken Muskulatur, die wiederum durch die erniedrigte Schmerztoleranz bedingt ist. Es ist ein eher dumpfer Schmerz, der im ganzen Kopf zu spüren ist. Auch hier sind Begleiterscheinungen möglich.
Der Halswirbelsäulenkopfschmerz ist durch Fehlstellungen , Störungen im HWS Bereich bedingt.

    Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:


  • Schröpfen und Baunscheidtieren
  • Massagen
  • Magnesiumeinnahme
  • Phytotherapie, Homöopathie uvm
  • Entspannungstechniken
  • Stressabbau , Gesprächstherapien
  • Neuraltherapien:durch die lokale Injektion entspannt sich oft das sympathische Nervensystem auch lokal.
  • Manuelle Therapien
  • Haltungsfehler korrigieren: ergonomische Stühle für die Arbeit uvm



Trigeminusneuralgien:

Das sind Schmerzen im Kopfbereich die den 5.Hirnnerv, den Trigeminusnerv , betreffen. Dieser Nerv hat drei Austrittsöffnungen. Drei Äste hat dieser Nerv. Einer tritt aus der Augenhöhle oberhalb des Auges (direkt unter der Augenbraue) aus und die weiteren zwei äste am Ober-und am Unterkiefer. So versorgt der Trigeminusnerv verschiedene Areale des Gesichtes.
Schmerzen bezüglich dieses Nerves treten eigentlich eher bei vorgeschädigten Patienten auf, wie zB MS Patienten, Tumorpatienten oder sonstigen Endzündungen im Hirnstamm. Schuld scheint eine Kompression des betroffenen Nerves zu sein. Aber auch Virusinfekte wie Gürtelrose oder bakterielle Infekte wie Borreliosen können eine Rolle spiele.

Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:

  • Homöopathische Komplexmittel
  • Phytotherapie
  • Neuraltherapien
  • B Vitamin Komplexe hoch dosiert.


Schmerzen am Rumpf; obere und untere Extremitäten:


Hier muss abgeklärt werden ob es ein lokaler oder ausstrahlender Schmerz ist, der von Organen ausgeht wie zB Lunge, Herz, Brust (Mammakarzinomverdacht) vor allem bei Schulterschmerzen und Schmerzen im oberen Rückenbereich.
Schmerzen im mittleren Rückenbereich sollten auch die Aufmerksamkeit auf Nieren lenken wenn zB Flankenschmerz besteht.
oder auch Knochenschmerzen die ihre Ursache im Knochenmark haben.
Dann gehören Nerventests dazu, ob das Nervensystem an sich betroffen ist. Aber auch chronisch endzündliche Erkrankungen wie zB Rheuma, oder Folgen von Scharlacherkrankungen, eitrigen Angina Erkrankungen können mitspielen.
Im Sakralbereich unbedingt gynäkologische Krankheiten abklären; hier sitzen nämlich die Genitalzonen. Schmerzen im Sakralbereich können ganzheitlich gesehen auch ein Hinweis sein auf Konflikte mit dem Thema Sexualität.
Dann gibt es noch Muskelschmerzen. Meist hilft es den Muskel zu stärken durch sportliche Betätigung, Bewegung, Yoga. Festzustellen wo Fülle und Leerezustände herrschen (über den Rücken) und diese auszugleichen ist auch hilfreich.
Mechanische Ursachen sind eine Fehlstellung im Bewegungsapparat.Meist sind auch falsche Sitzgewohnheiten, schlechtes Schuhwerk, unergonomische Taschen mit Schuld. Auch ein anatomisch nicht angepasstes Bett kann Schwierigkeiten machen. Harte körperliche Arbeit, die Abnutzungen mit sich bringt.
Auch hier kann sanfte Bewegung zB Yoga die Beweglichkeit steigern. Die Gelenke werden wieder „geschmiert“ und aktiviert.

Beim Thema „ganzheitliche Betrachtung“ der Schmerzen wäre es auch wichtig zu sehen auf welchen Meridian der Schmerz liegt! Und dann entsprechend auch eine Therapie auszurichten.
Welches Organ ist es, welches auf dem entsprechenden Meridian liegt? Was hat dieses Organ für einen seelischen Aspekt? Das sind auch wichtige Fragen.


Fazit:

Es ist einfach wichtig nicht dem Schmerz aus dem Weg zu gehen und ihn zu unterdrücken, sondern genauer hinzusehen, woher er kommt, seit wann genau er da ist und ob es evtl im Zusammenhang mit speziellen Ereignissen stehen könnte, mit denen die Symptomatik vielleicht sogar zeitgleich aufgetreten ist. Und gegebenenfalls auch den Mut zu haben manches im Leben zu verändern. Auch wenn kurzfristig eine Lücke entstehen könnte.


(Bild: Clipdealer.de)



Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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