Freitag, 26. August 2016

Die passende Prävention für jeden Typ/jedes Temperament und die Vier-Säfte-Lehre


(Bild:pixabay/Chaos07/von Jan Brueghel "Fülle und die vier Elemente")
Als Einstieg ein passendes Gedicht von Goethe:
"Wer sie nicht kennte,
Die Elemente,
 Ihre Kraft
Und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
 Über die Geister"
~aus Johann Wolfgang v. Goethes Faust

Ich kann mich noch gut an mein Pharmaziestudium erinnern; wie unser Pharmakologe uns die Humoralpathologielehre- auch Vier-Säfte-Lehre genannt- vorstellte und wir alle leicht amüsiert waren.
Doch als ich Jahre später selber mich mit alter Heilkunde befasste, begegnete mir die Vier-Säfte-Lehre wieder und diesmal war ich vorerst weiterhin skeptisch aber danach eher sehr neugierig und verblüfft. Ich probierte es an mir selbst aus. Es soll natürlich kein Ernährungs-Dogma entstehen , sondern es soll schmackhaft sein und Freude machen. Vor allem sollte es wirklich vitaler und lebendiger machen, statt schwer und träge (so wie man es heutzutage häufig betreibt.)
Nun aber zur Humoralpathologielehre-bzw Vier-Säfte-Lehre:

Die Humoralpathologielehre wird erstmals erwähnt im Corpus Hippokraticum , einer antiken Textesammlung die vermutlich zwischen dem 5.Jhd v.Chr.  und dem 2.Jhd n. Chr. entstanden ist. Benannt wurde die Sammlung nach dem berühmten Arzt Hippokrates; jedoch wurde sie nicht von ihm entworfen. Entworfen hatte es  Empedokles (490–430 v. Chr.). Diese Lehre diente dazu um gewisse pathologische Vorgänge zu erklären und einzuordnen und als Krankheitskonzept.
Weiterentwickelt wurde dieses Konzept von Galenus von Pergamon.
Laut dieser Lehre gibt es 4 wichtige Säfte im Körper, sogenannte Humores. Jeder Saft hat seine Zugehörigkeit zu seinem Element und dessen Prinzip. Es ist also so, dass je nachdem welcher Humor überwiegt und welches Prinzip, das entsprechende Temperament daraus entsteht. Jeder kennt die Bezeichnung Choleriker, oder man sagt auch "er/sie ist heute so phlegmatisch". All diese Bezeichnungen stammen aus dieser Lehre.

Ein ganzheitlich gesunder, ausgeglichener Zustand wird erreicht durch ein gutes Gleichgewicht der vier Säfte!

Wichtige diagnostische Methode ist die abendländische Pulstastung.Wie ist der Puls in den Qualitäten Wärme oder kälte, Feuchte oder eher Trockenheit, stark oder schwach?Weich oder hart? Ist er "wegdrückbar"? Ist er eher voll?
Und der Puls ist für jedes Temperament eher unterschiedlich zu werten (gemeint ist der vergleich zum gesunden Zustand)

Doch nun zu den Säften und deren Wirkprinzipien:
  • Sanguis---> Blut.  Blut ist warm und feucht. Das dazugehörige Element ist Luft.  Schwerpunktmässiges Organ ist das Herz. Wir reden hier vom sanguinischen Temperament-bzw solche Menschen bezeichnen wir als Sanguiniker/In. Entsprechend sind auch von diesem Humor geprägte Menschen. Sie sind sehr kommunikativ, offen, machen sich überall sofort beliebt, strotzen vor Ideen und sind sehr abenteuerfreudig. Sie sind sehr flexibel und schnell. Abwechslung und Veränderungen sind ein Muß. Der Künstlertyp, der sich auf keinen Fall irgendwo einordnen lässt. Sie sind eher gefühlsgesteuert.Das Sanguis-Prinzip ist oft ein Richtwert bei der Therapie und dieser Zustand ist häufig Therapieziel in vielen Fällen, welches wir Therapeuten anstreben !Jedoch gibt es auch hier Nachteile: ein überschüssiges Sanguis Prinzip kann einhergehen mit zB die ganzen Fülle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, aber auch die Neigung zu Entzündungen . Auch bei diesem Temperament kann, wenn der Füllezustand überwiegt Krebs entstehen (mit einfachen Worten "zu viel an Zellen, übermässige Teilung"). Seelisch neigen diese Personen sehr dazu , Projekte oder Aufgaben oder Ziele nicht fertigzubringen-bzw nicht richtig anzusteuern, da sie schon wieder von einer Sache zur Anderen springen. Manchmal kann man auch eine gewisse Neigung zu Sucht-Themen und auch zu vielem, ausgiebigem Feiern erkennen. In diesem Falle müssen wir das Überschüssige ausgleichen. Das kann man gut , indem man die anderen Prinzipien etwas mehr stärkt. Zum Beispiel etwas mehr Erdung und stellenweise Kühlung. Aber auch Feuer kann hilfreich sein, wenn das Luft Prinzip gar so sehr im Überschuß ist.
    Wenn man den Puls von sanguinischen Menschen fühlt erkennt man dass er kräftig,  voll  und schnell ist und aber eher weiche Spitzen hat. Es ist ein "warmer" Puls. 
Kinder sind vom Wesen her eher sanguinisch geprägt. Sie knüpfen sofort Kontakte und sind frei von Vorurteilen , die wir Erwachsene oft hegen. Hier könnten wir dazulernen und etwas mehr kindlicher werden.
  • Phlegma --> Schleim. Schleim ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist Wasser. Wichtiges repräsentatives Organ ist das Gehirn.Die Lebenskraft ist hier sehr präsent.   Hier geht es um das phlegmatische Temperament . Und von diesem Temperament geprägte Menschen bezeichnen wir als Phlegmatiker/In. Der klassische Phlegmatiker agiert sehr langsam, obwohl er keines wegs dumm ist. Dafür hat er eine ausgeprägte Neigung zum Geniessen , ist ein ausgesprochener Ästhet und die heutige Leistungsgesellschaft überfordert ihn eher. Vom Wesen her ist er eher introvertiert, kann Impulse von aussen gut aufnehmen.Tätigkeiten mit denen er beginnt bewältigt er sehr akkurat.Er besitzt auch viel Lebenskraft.Der Puls ist ebefalls recht voll, jedoch eher schwach leicht wegdrückbar und eher von kalter Natur.
    Ein Wasserelement im Überschuß kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Auf körperlicher Ebene Übergewicht, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut (weil das Blut "verwässert"),Verschleimungen der Atemwege (Schleimbildung stark ausgeprägt). Trägheit des Verdauungstraktes (der dafür notwendige Tonus fehlt im Verdauungstrakt), Verschlackung des Bindegewebes.Persönlich sind Menschen mit Wasserüberschuss sehr träge und unentschlossen, was auch Nachteile mit sich bringen kann im Alltag.
    Hier ist Feuer angesagt! 
Babys und Kinder sind vom Grundtemperament her phlegmatisch. Da sie wachsen müssen brauchen sie die nährenden Säfte. Wann auch immer ein Kind mit Erkrankungen zu tun hat, die eher von gelbgalligen Schärfen verursacht werden wie zB Ulcera, sollte man genauer hinschauen, denn sowas ist eher ungewöhnlich.
  • Xanthe-Chole ---> Gelbgalle. Gelbgalle ist warm und trocken. Das dazugehörige Element ist das Feuer.Wichtiges repräsentatives Organ als Prinzip ist die Leber; .Die entsprechend geprägte Menschentype nennt sich Choleriker/In. Am Wesen dieser Menschen erkennt man das Feuer. Nichts ist ihnen schnell genug und wenn sie es nicht selbst gemacht haben ist auch nichts wirklich gemacht. Auf keinen Fall können diese Menschen an einer Kassenschlange warten ohne schimpfen zu müssen. Einen solchen Chef oder auch Kollegen/In wünscht man niemandem wirklich. Um morgens einen cholerischen Chef ansprechen zu können muss man erst einmal warten dass er zB seine Zigarette zum schwarzen Kaffee zu Ende geraucht hat. Denn er muss erstmal runterkommen.
    Choleriker/Innen sind sehr scharfsinnig und haben einen gut ausgeprägten Intellekt. Sie verlieren sich in Arbeit und können damit auch nicht wirklich aufhören. Der klassische Managertyp, der leisten, leisten , leisten muss.
    Das Feuer ist im Prinzip ein förderliches Element. Es fördert den Intellekt und die Intuition. das wervolle königliche Feuer ist unerlässlich. Und es kann wirklich sehr positiv genutzt werden.Jedoch im Überschuß kann es eben eher die Stufe des gemächlichen Durchgarens und Reifung von Prozessen , persönlichen Entwicklungsstufen überspringen und eher verkohlen statt entfalten lassen. Das Martialische überwiegt.
    Der Puls dieser Menschen ist oft recht stark, mit starken Spitzen, hart, gespannt und von warmer Natur.
    Typische Erkrankungen  für Feuerüberschuß sind Leber/Galle Erkrankungen und alles was den Verdauungstrakt anbelangt. Auch Herzerkrankungen wie Infarkte . Durch den übertriebenen Drang zu Bewegung gerne auch Risse, Degenerationen in Knochen, Sehnen, Muskeln.Entzündungen. Hautprobleme mit Juckreiz (die gelbgalligen Schärfen! ) Im vortgeschrittenen Alter  Karzinome . In jungen Jahren könne diese Menschen alles gut wegstecken, jedoch im Alter kann die Leber überfordert werden vor lauter Feuer und Asche. Sie neigen zu Melancholie im Alter, da die Schwarzgallen allmählich überwiegen. Persönlich können sie sehr unangenehm werden und ihren Mitmenschen unter Umständen das Leben schwer machen wie zB durch Mobbing  und  Gehässigkeit.
    Hier brauchen wir mehr Phlegma/Wasser. 
  • Melan-Chole: ---> Schwarzgalle. Schwarzgalle ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist die Erde. Das repräsentative Organ als Prinzip ist die Milz. , die Strukturkraft. .Entsprechend geprägte Menschen nennen wir Melancholiker/In. Eigentlich ist es eine Eigenschaft des fortgeschrittenen Alters. Jedoch kann es in Ausnahmefällen auch bereist jüngere Menschen betreffen. Melancholiker sind sehr introvertiert und isolieren sich gern. Sie neigen sehr zum Grüblerischen und zur Schwarzmalerei. Verletzungen verarbeiten sie sehr langsam und vergessen es auch nicht mehr so schnell. Sie sind ewig gestrig, Neuigkeiten gegenüber eher verschlossen. In allen Lebensbereichen sieht man eine gewisse Starre.Während der Sanguiniker sich von einem Abenteuer ins Andere stürzt, verharrt der Melancholiker eher in dem was er bereits kennt. Allerdings sind die meisten Komponisten, Künstler, Dichter von der Melancholie geprägt. Gäbe es nicht die Melancholiker, gäbe es den Feinsinn nicht. So hat auch dieser Aspekt seinen wichtigen Platz! Nur wenn es eben im Überschuss ist kann es pathologisch werden; so wie es bei jedem Element der Fall ist.
    Typische Krankheiten sind Krebs und alle bösartigen Entartungen, Reaktionsstarren jeglicher Art. Herzinsuffizienzen (fehlende Lebenskraft, die ja von der Leber ausgeht)  Ein Melancholiker kann ein schwieriger Patient sein, da er grundsätzlich langsam reagiert und er muss auch viel Geduld mit sich selbst haben.Der Puls dieser Menschen ist  schwach, wenige Spitzen, leer und langsam kaum wahrnehmbar und wegdrückbar Eher oberflächlich. Was ein Hinweis auf zu wenig Lebenskraft ist.
    Hier brauchen wir auf jeden Fall Feuchte, also Wasser. Nur müssen wir das vorherrschende Erdelement bischen vorbearbeiten damit das Wasser aufgenommen werden kann. Und Feuer , also Wärme. Lebenswärme und Luft .
Ernährungshinweise und naturheilkundliche Mittel für die Temperamente.

Sanguiniker:
Bei Sanguinikern mit überwiegendem Luftelement  ist es wichtig dass die Reizüberflutung und die Möglichkeiten zur Ablenkung ausgeschaltet werden. Er braucht auf jedenfall Erdung und aber auch Feuer für die gezielte Intuition.
Ernährungstechnisch wäre hier als erdende Nahrungsmittel Wurzelgemüse ganz gut geeignet. Grundsätzlich sollten betroffene Menschen einfach weniger essen. Weniger rotes Fleisch und Wurst, da das Blut ohnehin zur Verdickung neigt. Ansonsten macht es grundsätzlich keinen Sinn Verbote zu erlegen. Sie sollten nur maßvoll sein und weniger Reiz und Genussmittel konsumieren. Menschen die einwenig erden würden solchen Menschen auch guttun. Gegensätze ergänzen sich unter Umständen sehr gut. Jedenfalls brauchen Sanguiniker sehr viel Luft! Bewegung an der Luft zB. Sonst kompensieren sie den Mangel an Luft durch das Überkonsumieren von Nahrungsmittel und Reizmitteln.
Naturheilkunde: 
-Nervenberuhigende Arzneien wie Baldrian, Hafer. Kühlendes wie zB Patchouly 
Arzneien müssen natürlich indiviuell auf jeden Patienten abgestimmt werden.

homöopathisch nach dem simile Prinzip:
-Apis (Honigbiene): übertiebene Geschäftigkeit und plötzlicher Stimmungswechsel.
-Coffea crudum : der Ideensprung
-Zinkum: Überreizte Nerven

Phlegmatiker:

Auf jeden Fall reduziert werden müssen Mehlspeisen, phlegmatisierende Nahrungsmittel wie weiche Käsesorten oder eben auch der Schweinsbraten mit der Soße und den Knödeln (der Phlegmatiker liebt in der Regel diese Art von Nahrung; doch auch hier kann eine wohlschmeckende , aber eben nicht so sehr phlegmatisiernde Lösung gefunden werden). Auch Rohes verträgt der Phlegmatiker etwas schlecht. Jedoch  Verbote machen keinen Sinn; die Menge macht es aus und die Art der Zubereitung. Weniger und auf jeden Fall gut gewürzt mit Feuer fördernden Gewürzen. Und Bewegung; wenn man Abneigung zu Joggen oder dergleichen hat könnte man zB Schwimmen gehen.  Und das Wasserelement ist günstig, da es bei ihnen überwiegt. Regelmässige Lymphdrainagen sind auch von großem Nutzen.
Naturheilkunde:
-Bitterstoffe! Am besten jeden Tag, zB Heildelberger 7 Pulver (Lräuterparadies Lindig München), da es das Feuer vermehrt und Schleim ausleitet. Bei Bittermitteln ist die direkte Wirkung über die Mundschleimhaut wichtig. Bittermittel tonisieren auch den Verdauungstrakt. und machen die verstopften Poren wieder frei und beschleunigen die Entleerung.
-Basilikum , Thymian und Bohnenkraut als Gewürz

aber auch nach dem homöopathischen Prinzip (mit ähnlichem Ähnliches heilen:
-Calcium Carbonicum: ängstlich, Abneigung gegen veränderung und geistiger Arbeit.
-Graphites: Neigung zu Fettsucht mit Frösteln.
-Barium carbonicum: Schüchtern, nach am Wasser gebaut, lässt sich schnell verunsichern, Abneigung zu geistiger Arbeit bis hin zur Demenz.


Choleriker:
Choleriker haben besondere Vorlieben für Nahrungsmittel die Fülle, Reichtum an Genuss und Reiz besitzen. Fleisch, scharf und gut gewürzt zB und am besten jeden Tag. Hier könnte man zB den Lieblings Thai Curry mit Kokosmilch versetzen, welches etwas mehr Phlegma fördern würde. Der Choleriker muss auf jeden Fall regelmässig befeuchtet und phlegmatisiert werden damit die gelbgalligen Schärfen neutralisiert werden können. Auch die Neigung zu Zucker, Alkohol, Kaffee und Tabak ist nicht ausser Acht zu lassen; auch hier ist Mässigung angesagt. Viel Schlaf, welches auch phlegmatisiert, würde auch Sinn machen.
Jedoch gilt auch hier: Verbote und Gegensätzliches verordnen würde nichts bringen. Man sollte stets versuchen eine gute Mittellösung zu finden, ohne dass der Patient verzichten oder sich selbst kasteien muss. Versuchen sie einfach zu verstehen und sich in die Lage desjenigen zu versetzen; egal ob sie so jemanden in ihrem Umfeld haben oder als Patient. Denken sie immer das manche einfach nicht anders können als so zu sein wie sie sind. 
Naturheilkunde:
-Boldo: kühlend, Leber/Galle System regulierend und Gelbgalle ausleitend.
-Passionsblume: macht Feuertypen etwas weicher und sozial vertäglicher
-Rosa Damascena: macht das Martialische weicher, als Symbol der Liebe wird das martialische gemässigt und gekühlt.
-Wolfstrapp: kühlend, Schilddrüse wird beruhigt und Erregung im Übermaß herabgesetzt.


nach dem Simile Prinzip, homöopathisch:
-Brechnuß, Nux Vomica: ideal für übererregte , blank liegende Nerven. Idealerweide kombiniert mit Kupfer zum Entkrampfen des Nervensystems. Und Kupfer zur Stärkung des venusischen Prinzipes.
-Tarantula: extreme Ruhelosigkeit mit plötzlichem Stimmungswechsel.


Melancholiker:
Sie sind eher im Denken und Verstand stark. Weder die Mitte, wie zB der Verdauungstrakt mit allen dazugehörigen Organen noch die Lunge und das Herz sind stark genug. Meist sind sie sehr schlank, haben keine Rundungen. Die Verdauung funktioniert sehr schwach, daher essen sie wenig, dafür öfter.
Hier könnte man sich überlegen ob man nicht Salate mit einem guten Dressing anmacht, der einwenig die Speichelsekretion und somit die Verdauungssäfte ein wenig ankurbelt und Appetit macht. Salate wären auch befeuchtend und mit dem richtigen, gut gewürzten Dressing auch verdauungsfördernd. Auf jeden Fall sind Haferbreie, je anch Geschmack süß oder herzhaft zubereitet, sehr gut nährend; auch für die Nerven. Befeuchtende Nahrungsmittel, aber auch Wärme wäre wichtig in der Ernährung dieser Menschen. Gute Therapien sind alle Erdelement dominierten Therapien. Wie zB Moorbäder oder Packungen. Heilmittel wie Heilerde, die viel Mineralien enthalten. Aber auch Spagyrik, da es die Heilessenz schonend weitergibt.
Melancholiker sollte man möglichst nicht alleine lassen. Auch wenn sie es nicht immer zeigen, brauchen sie die Wärme der Liebe und Fürsorge. Man darf sie dafür nicht verurteilen oder entnervt die Geduld verlieren. Fassen sie einmal Vertrauen, sind sie auch sehr treue Freunde, Partner und sind sehr fürsorglich.
Was Melancholikern auch sehr gut tut sind Atemübungen. Pranayama und alles was die Mitte stärkt.Auch regelmässig Bewegung an der frischen Luft, Natur , sind sehr wichtig.
Naturheilkunde:
Schwarzgallen ausleiten steht hier im Vordergrund.
-Aderlässe in ganz kleinen Mengen. Diese wirken blutbildungsfördernd und regenerierend. Und die Schwarzgallen werden ausgeleitet. Am besten bei Vollmond. Danach keine reizenden Nahrungsmittel, Gebratenes und zu Würziges zu sich nehmen. Viel Flüssigkeit und nährende aber leichte Kost.
-Bittermittel. Mit überwiegend befeuchtenden Stoffen, die nicht zu sehr austrocknen. Löwenzahn zB. 
-Lebermittel, wie zB carduus marianus (Mariendistel) Samen. Wenn die Leber stark genug ist hat auch das Herz wieder genügend Energie. Und das Herz repräsentiert ja die Lebensfreude.Zusätzlich befeuchten diese Samen auch)
-Brunnenkresse: belebend und befeuchtend.
-Linde: stimmungsaufhellend und aktivierend, ausleitend.

homöopathisch, nach dem Simile Prinzip:
-Blei, Bleihonig von Weleda (D12-D30)
-Causticum
-Natrium muriaticum (in einer D12 wirkt es auch befeuchtend, was wichtig ist, denn man muss auch die Erde von Pflanzen manchmal aufbereiten, wenn sie gar so trocken ist. Sonst saugt die Erde das Wasser nicht wirklich auf. Das kennt man sicher von zu trockener Blumenerde. In höheren Potenzen ist es sehr gut wirksam auf diese Starre, dieses ewig Gestrige und dem Festhalten an alten Verletzungen)
-Ceanothus americanus (Milz wird entlastet)
-Ferrum arsenicosum D6 (Milzspezifisch)

Zusammenfassend kann man sagen dass niemals nur ein Temperament dominiert. Jeder Mensch besteht meist aus einer Mischung von verschiedenen dominierenden Elementen, Prinzipien. Daher ist die individuelle Behandlung stets wichtig. Nicht jeder Choleriker ist gleich, auch nicht jeder Phlegmatiker. Es gibt zB auch sogenannte zappelige Phlegmatiker, die zwar phlegmatisch sind , aber eher recht schlank sind und sehr hyperaktiv.
Ebenso kann man nie eine gewisse Erkrankung eines Cholerikers genauso behandeln wie die eines Sanguinikers , bloß weil es die selbe Diagnose ist. Stets muss der Grundboden der Erkrankung individuell betrachtet werden.


Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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(Bild:pixabay/Chaos07)


Dienstag, 16. August 2016

Chronische Schmerzen- Ursachen, Sinn und ganzheitliche Betrachtung


Jeder von uns kennt Schmerz oder Schmerzen. Treten sie einmal auf, lenken sie die ganze Aufmerksamkeit auf sich- man kann quasi nicht mehr anders als sich nur noch mit dem Schmerz zu beschäftigen. Wir empfinden es als nervig und ärgerlich, denn wir müssen ja weiterhin funktionieren. Daher greifen die Meisten von uns einfach zur Schmerztablette.

Schmerz ist oft ein Signal an uns etwas zu verändern.

Das Nervensystem befähigt uns die Aussenwelt mit Rezeptoren und Sinnesorganen wahrzunehmen um entsprechend reagieren zu können. Es schafft somit emotionale Bindung zur Aussenwelt und das was wir wahrnehmen wird in Körpersignale umgesetzt.


Schmerzen werden über das Nervensystem ans Hirn weitergeleitet. (s.Abbildung)






Der Ort der Schmerzverarbeitung und Wahrnehmung ist sozusagen das Gehirn. Das Warnsignal kommt in der Regel aus dem Gewebe -bzw aus einem Teil des Gewebes welches sich nicht mehr im physiologischen Gleichgewichtszustand befindet.





Es gibt spezielle Sensoren, die Nozizeptoren (das sind freie Nervenendigungen) die den Schmerz über das Rückenmark an die Großhirnrinde weiterleiten, egal ob es ein chemischer, thermischer oder mechanischer Reiz ist. Diese befinden sich überall: In der haut, im Muskel, Eingeweiden, Blutgefäße und Gelenke. Diese Schmerzrezeptoren gewöhnen sich nicht an bestehende Schmerzen, so dass der Schmerz dauerhaft ein Problem darstellen und Betroffene beeinträchtigen kann.
Was führt aber zu dieser Veränderung im Gewebe? Sehen wir uns die Gründe für Schmerzen an. Auch hier gehen seelische und körperliche Ursachen nahtlos ineinander über.



    Arten von Schmerzen:

    Schmerzen die vom Körpergewebe aus kommen
  • Somatischer Schmerz: Stammt auch Knochen, Gelenken, Haut, Bindegewebe und ist eher gut zu lokalisieren
  • Viszeraler Schmerz: Von inneren Organen stammend und oft schlecht lokalisierbar.



Schmerzen die aus dem peripheren und aus dem zentralen Nervensystem kommen:

Das periphere Nervensystem liegt ausserhalb des Wirbelkanals und des Schädels und besteht aus Hirnnerven und Spinalnerven. Es verbindet das Zentrale Nervensystem mit dem Effektororgan. (Motorik)
Das zentrale Nervensystem liegt zwischen Gehirn und Rückenmark und kümmert sich um Reizweiterleitungen (Sensorik)
Hier unterteilt es sich in das unwillkürliche und das willkürliche Nervensystem. Das Unwillkürliche Nervensystem ist derjenige Teil den wir nicht steuern können. Beispielsweise der Herzschlag, das Atemzentrum, die Verdauung, die Sexualorgane und manche inneren Muskeln der Augen. Je nachdem ob wir gerade im Stress sind oder nicht wird das Sympathische oder das Parasympathische Nervensystem aktiv. Der Sympathikus ist in Stresssituationen, Fluchtreaktionen, Angst, Spannung, Unruhe


aktiv. In dieser Phase kontrahieren sämtliche Gefäße und Muskeln und die Verdauung verlangsamt sich. Und die Durchblutung ist nicht gut gewährleistet.
(so kann man sich Auswirkungen von Dauerstress ausmalen)
Der Parasympathikus ist in Entspannung aktiv.Die Gefäße und Muskeln relaxieren, die Verdauung arbeitet voll aktiv. Die Durchblutung ist gut gewährleistet.
Das Willkürliche Nervensystem ist durch unseren Willen steuerbar. Wie zum Beispiel Hand und Beinbewegungen, das Gehen, Tanzen uvm.



Das ZNS ermöglich uns die willkürliche Motorik, die uns wiederum eine entsprechende Anpassung an Umweltbedingungen ermöglicht und ist der Ort des bewussten und unbewussten Denkens.

  • Zentraler neuropathischer Schmerz: zum Beispiel Phantomschmerzen oder Schädigungen im ZNS zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Oder auch Fehlregulationen im sympathischen Nervensystem
  • Peripherer neuropathischer Schmerz: Zum Beispiel durch Diabetes verursachte Polyneuropathie,durch Alkoholabusus geschädigte Nerven, Nervenkompressionen oder auch Trigeminusneuralgien.







Ursachen von Schmerzen:
    Physische Ursachen:
  • Unfall/ Verletzung:
  • Raumfordernde Prozesse wie zB Tumoren, Endzündliches:
  • Reaktionsstarre: In vielen Fällen haben wir es mit einer chronischen Ansammlung von Schlackenstoffen zu tun. Nicht abtransportierte Schlackenstoffe lagern sich im Gewebe an. Es fließt nichts mehr weiter, da es durch die Blockade zu einem Teufelskreis kommt. Das erzeugt eine Reaktionsstarre. Und dies führt irgendwann mal zu Schmerzen.
  • Fehlstellungen im Bewegungsapparat: Oft sind Ursachen von Schmerzen mit einer Abweichung der Wirbelsäule von der idealen S Form verbunden. Entweder ist es ein Beckenschiefstand oder gar eine Skoliose, also seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Das Kann bis zur Halswirbelsäule sich verlagern. So mancher chronischer Kopfschmerz oder gar Migräneproblematik kann dadurch verursacht oder verstärkt werden. Oder aber auch wenn Atlas und Axis nicht gut aufeinandersitzen.
  • Im Kopf/Nackenbereich zähe Lymphe: Wenn das Lymphsystem vor allem im Kopfbereich belastet ist. Zum Beispiel durch Zahnherde, Feinstaub , irritierte Schleimhäute .Da kann sich schonmal im Nacken/Schlüsselbeinbereich die Lymphe richtig verhärten. Was dann zu Dauerverspannungen und Schmerzen führen kann.


Seelische Ursachen:

Der Schmerz kann auch ein Hinweis sein auf Starre in gewissen Lebensbereichen. Zum Beispiel nicht angesprochene Konflikte in einer Partnerschaft, ein Job der uns nicht erfüllt, Pflichten die wir uns aufladen und die nicht zu unserer Persönlichkeit passen. Nicht aktiv seine Rolle ausleben können und ständig „zu kurz kommen“, nicht zum Zuge kommen können.
Auch hier gehört wieder eine ganzheitliche Betrachtungsweise dazu. Und hier möchte ich mal wieder das Thema Leber erwähnen. Leber, das Organ der Abgrenzung, der Lebensfreude. Raus aus der Introvertiertheit, Isoliertheit in die Entspannung. Mehr soziale Kontakte statt Cybermedien.
Auch diese ganze Fülle an Informationen um uns herum, die uns manchmal überfordert, macht die sensiblen unter uns fertig. Man ist „genervt“, „Fertig mit den Nerven“. Besonders auch Halswirbelsäulen Probleme sind ein Zeichen der Überforderung. Schmerzen im Rücken, der Lendenwirbel sind Hinweise auf evtl. zu schwaches Rückrad. Nicht gerade stehen können für etwas was uns viel bedeutet. Der Sakralbereich, der der Sitz des Wurzelchakras ist, hat oft mit Ängsten zu tun. Vor allem der Psoasmuskel und ihn betreffende Schmerzen.



Schmerzen im Kopfbereich:




Migräne:


Immer wieder rezidivierende Kopfschmerzen; meist halbseitige Anfälle und gelegentlich auch mit vegetativen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen. Frauen sind häuiger betroffen als Männer.
Die Ursache ist immer noch nicht ganz geklärt. Stress, erbliche Veranlagung werden als Ursachen genannt.
Häufige Auslöser sind Alkohol, Tyramin-haltige Nahrungsmittel wie Schokolade, gewisse Käsesorten, Rotwein , aber auch Medikamente, drückendes Wetter, Lärm, Menstruation…

Es gibt 3 Phasen :

-Gefäßverengungen im Kopfbereich mit neurologischen Störungen
-Gefäßerweiterungen mit der klassischen Halbseitenkopfschmerz
-lokales Ödem um die Gefäße mit Dauerkopfschmerz

Hier spielt der Neurotransmitter Serotonin eine große Rolle. Die Kopfschmerzen können Stunden bis Tage dauern.

  • Migräne ohne Aura: Ist die klassische Migräne mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Migräne mit Aura: Hier kommen neurologische Ausfälle dazu wie zB Sehstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen.

Naturheilkundliche Möglichkeiten um Migräne begleitend zu behandeln:

  • Mentales Training und dadurch bewusstes Eingreifen in die Durchblutung-Situation der Schläfenarterien.
  • Entspannungstechniken, Gesprächstherapien; aber auch Yoga, Meditation
  • Regelmässige Magnesium Einnahme!
  • Vermeiden von Tyramin-haltigen Nahrungsmitteln wie zB gewisse Käsesorten, Rotwein, Schokolade
  • Darmflora-Sanierung: Es wirkt sich eine gesunde Darmflora auch pozitiv aus auf den Neurotransmitterhaushalt. Man sehe sich die strukturelle Ähnlichkeit von Darm und Hirn an.
  • Leber/Galle-System entlasten: Eine Sanierung hier macht Sinn.
  • Phytotherapie
  • Manuelle Verfahren: auch Fehlstellungen im Bewegungsapparat; vor allem der Halswirbelsäule, kann sich negativ auswirken.
  • Hier kann man auch die chinesische Medizin mit einfügen. Leberpunkte auf dem Lebermeridian zu bearbeiten macht hier Sinn. zB der Punkt Le3 am linken Fuß. Es reiht sogar wenn man ihn paarmal drückt und massiert. Und schon kann die am Kopf angestaute Energie abgeleitet werden.

Uvm.

  • Chronischer Spannungskopfschmerz und Halswirbelsäulen-Kopfschmerz

Chronischer, immer wieder kehrender Kopfschmerz ( ca. alle 2 Wochen, mindestens 6 Monate lang). Ist wahrscheinlich erblich bedingt, aber auch durch dauerhafte Verspannungen und Gelosen (=knubbelartibe Verhärtungen) der Schulter/Nacken Muskulatur, die wiederum durch die erniedrigte Schmerztoleranz bedingt ist. Es ist ein eher dumpfer Schmerz, der im ganzen Kopf zu spüren ist. Auch hier sind Begleiterscheinungen möglich.
Der Halswirbelsäulenkopfschmerz ist durch Fehlstellungen , Störungen im HWS Bereich bedingt.

    Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:


  • Schröpfen und Baunscheidtieren
  • Massagen
  • Magnesiumeinnahme
  • Phytotherapie, Homöopathie uvm
  • Entspannungstechniken
  • Stressabbau , Gesprächstherapien
  • Neuraltherapien:durch die lokale Injektion entspannt sich oft das sympathische Nervensystem auch lokal.
  • Manuelle Therapien
  • Haltungsfehler korrigieren: ergonomische Stühle für die Arbeit uvm



Trigeminusneuralgien:

Das sind Schmerzen im Kopfbereich die den 5.Hirnnerv, den Trigeminusnerv , betreffen. Dieser Nerv hat drei Austrittsöffnungen. Drei Äste hat dieser Nerv. Einer tritt aus der Augenhöhle oberhalb des Auges (direkt unter der Augenbraue) aus und die weiteren zwei äste am Ober-und am Unterkiefer. So versorgt der Trigeminusnerv verschiedene Areale des Gesichtes.
Schmerzen bezüglich dieses Nerves treten eigentlich eher bei vorgeschädigten Patienten auf, wie zB MS Patienten, Tumorpatienten oder sonstigen Endzündungen im Hirnstamm. Schuld scheint eine Kompression des betroffenen Nerves zu sein. Aber auch Virusinfekte wie Gürtelrose oder bakterielle Infekte wie Borreliosen können eine Rolle spiele.

Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:

  • Homöopathische Komplexmittel
  • Phytotherapie
  • Neuraltherapien
  • B Vitamin Komplexe hoch dosiert.


Schmerzen am Rumpf; obere und untere Extremitäten:


Hier muss abgeklärt werden ob es ein lokaler oder ausstrahlender Schmerz ist, der von Organen ausgeht wie zB Lunge, Herz, Brust (Mammakarzinomverdacht) vor allem bei Schulterschmerzen und Schmerzen im oberen Rückenbereich.
Schmerzen im mittleren Rückenbereich sollten auch die Aufmerksamkeit auf Nieren lenken wenn zB Flankenschmerz besteht.
oder auch Knochenschmerzen die ihre Ursache im Knochenmark haben.
Dann gehören Nerventests dazu, ob das Nervensystem an sich betroffen ist. Aber auch chronisch endzündliche Erkrankungen wie zB Rheuma, oder Folgen von Scharlacherkrankungen, eitrigen Angina Erkrankungen können mitspielen.
Im Sakralbereich unbedingt gynäkologische Krankheiten abklären; hier sitzen nämlich die Genitalzonen. Schmerzen im Sakralbereich können ganzheitlich gesehen auch ein Hinweis sein auf Konflikte mit dem Thema Sexualität.
Dann gibt es noch Muskelschmerzen. Meist hilft es den Muskel zu stärken durch sportliche Betätigung, Bewegung, Yoga. Festzustellen wo Fülle und Leerezustände herrschen (über den Rücken) und diese auszugleichen ist auch hilfreich.
Mechanische Ursachen sind eine Fehlstellung im Bewegungsapparat.Meist sind auch falsche Sitzgewohnheiten, schlechtes Schuhwerk, unergonomische Taschen mit Schuld. Auch ein anatomisch nicht angepasstes Bett kann Schwierigkeiten machen. Harte körperliche Arbeit, die Abnutzungen mit sich bringt.
Auch hier kann sanfte Bewegung zB Yoga die Beweglichkeit steigern. Die Gelenke werden wieder „geschmiert“ und aktiviert.

Beim Thema „ganzheitliche Betrachtung“ der Schmerzen wäre es auch wichtig zu sehen auf welchen Meridian der Schmerz liegt! Und dann entsprechend auch eine Therapie auszurichten.
Welches Organ ist es, welches auf dem entsprechenden Meridian liegt? Was hat dieses Organ für einen seelischen Aspekt? Das sind auch wichtige Fragen.


Fazit:

Es ist einfach wichtig nicht dem Schmerz aus dem Weg zu gehen und ihn zu unterdrücken, sondern genauer hinzusehen, woher er kommt, seit wann genau er da ist und ob es evtl im Zusammenhang mit speziellen Ereignissen stehen könnte, mit denen die Symptomatik vielleicht sogar zeitgleich aufgetreten ist. Und gegebenenfalls auch den Mut zu haben manches im Leben zu verändern. Auch wenn kurzfristig eine Lücke entstehen könnte.


(Bild: Clipdealer.de)



Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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Freitag, 5. August 2016

Allergien- Ganzheitliche Betrachtung und Möglichkeiten der Behandlung

Das Wort Allergie kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus zwei Wörtern:

allos=anders
ergon=Wirkung, Reaktion

Bedeutet sozusagen so viel wie „andersartig reagieren“. Was auch stimmt, denn beim Thema Allergien ist es auch so dass die Abwehr überschießend reagiert.
Wie kommt aber so etwas zustande? Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Darauf möchte ich dann näher eingehen. Doch lassen sie uns erstmal einen Einblick in die Körpersysteme werfen, die bei dieser Thematik eine wichtige Rolle spielen.


Das Immunsystem-Ein Wunderwerk

Ich möchte nur kurz den Aufbau beschreiben, ohne zu sehr fachlich zu werden:

Im Abwehrsystem befinden sich humorale und zelluläre Abwehrmechanismen.


  • Humorale Abwehr: besteht aus nicht-zellulären Substanzen, zB Eiweißfaktoren, Enzymen, Antikörpern.
  • Zelluläre Abwehr: Bezieht sich auf die zahlreichen Abwehrzellen, die direkt an der Beseitigung von Erregern beteiligt sind.

Die Abwehrzellen gehören zu den sogenannten weißen Blutkörperchen. Sie entwickeln sich aus gewissen „viel könnenden Stammzellen“ des Knochenmarkes. Je nach Ausreifungs-Stufe entwickeln sich dann entweder

  • myeloische Zellen , zB Granulozyten, Monozyten, Makrophagen, die zum unspezifischen System gehören. Dieser Teil der Abwehr ist wie eine Schnellschußwaffe und sorgt dafür dass zB Bakterien schnell unschädlich gemacht werden. Oder:
  • lymphatische Zellen: diese entwickeln sich dann zu den , NK (natürliche Killerzellen), B und T Lymphozyten. Dieser Teil der Abwehr ist langsam und braucht Zeit um einen effektiven Gegenschlag zu entwickeln. Dieses System ist der sogenannte Scharfschütze des Abwehrsystems. Die B Zellen bilden auch gewisse Antikörper, welches hochselektive Proteine sind die auf bestimmte Antigene passen. Sie werden teilweise durch die Plazenta und die Muttermilch an Säuglinge weitergegeben (So ist also Stillen sehr wichtig! Und die eigene Abwehrstärkung während der Schwangerschaft! zB eine intakte Darmflora)

          Auch wenn es zu spezifisch erscheint : sehen sie sich auch folgende Abbildung an. Die Immunzellen bilden sich sozusagen aus einer Quelle und differenzieren sich je nach Zweck der erfüllt werden muss.







Dann gibt es noch sehr wichtige Moleküle, die Selbst-Erkennungs-Moleküle, die dafür sorgen, dass das spezifische Abwehrsystem NICHT körpereigene Strukturen als Antigene erkennt. Die sogenannten MHC ( Major Histocompatibility Complex) . Sie präsentieren die Antigene, auf die die Antikörper spezialisiert sind. Das Fehlen dieser Strukturen kann zB Autoimmunerkrankungen begünstigen.




Viele Erreger scheitern schon an den allerersten Barrieren wie zB die HautSchleimhäute. Diese wirken wie ein Schutzwall nach Aussen durch die Normalflora (also Besiedelung mit nicht-pathogegen Keimen). Und dieser Schutz wird effektiver durch die Produktion von Speichel, Bronchialschleim, Tränenflüssigkeit; diese enthalten das Enzym Lysozym.
Im Magen zB ist die Magensäure auch eine Barriere, bei der die Erreger scheitern.


Die Organe des Abwehrsystems:

  • primäre:   Thymus, das Knochenmark. Hier reifen die Immunzellen heran und entwickeln die Eigenschaft , fremde Antigene zu erkennen.
  • sekundäre: Lymphknoten, lymphatischer Rachenring (Zungenmandeln, Gaumenmandeln, Rachenmandeln), Milz, Peyer Plaques am Dünndarm, lymphatische Gewebe die an Schleimhäuten angesiedelt sind.


Und nun kommen wir nach diesem kleinen Exkurs zum eigentlichen Thema; das Thema Allergien.


Allergien:
Allergien sind eine spezifische Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Antigenen., die normalerweise nicht schädlich sind. Sie sind das Ergebnis einer überschießenden Immunantwort. Die Allergie wird also erst durch einen Immunkontakt erworben. Es findet eine sogenannte Sensibilisierung statt. Nach eine Ruhepause kommt es dann beim nächsten Allergenkontakt zu dieser unangenehmen überschießenden Reaktion. Wann dies zustande kommt ist unvorhersehbar. Oft erst nach Jahren.


Es gibt verschiedene Reaktionsarten:
  • Soforttyp Reaktionen (Typ I):  
    Bei Kontakt mit gewissen Allergenen wie zB Bienengift, Penicillin, kann es zu einer Sofortreaktion kommen. Zum Beispiel Heuschnupfen, allergische Bindehautentzündung, Nesselsucht (Urtikaria) und auch allergische Nahrungsmittelunverträglichkeit. Wenn es allerdings zu einer Anaphylaxie, mit Ödemen , Hautjucken, Atemwegsverengung (u.a. Anschwellen des Kehlkopfes) kommt; mit Blutdruckabfall (Gefäßerweiterung) bis hin zum Schock, wird dies eine äusserst lebensbedrohliche Situation die SOFORT behandelt werden muß. Bei solchen Problemen wie zB bei der Wespen-, Bienengiftallergien empfielt es sich das man ein Notfallkit bei sich trägt (Das kann ein Arzt verordnen), bestehend aus Adrenalin Fertigspritzen (die man sofort in den Oberschenkel stechen kann).
  • Typ II und Typ III Reaktionen:  Betreffend hauptsächlich Reaktionen auf Arzneimittel und Blutgruppenunverträglichkeiten.
  • Typ IV Reaktionen: 
    Diese Arten manifestieren sich erst Tage nach dem Allergenkontakt. Hier läuft die Reaktion ohne Antikörper ab; zB über direkten Kontakt des Antigenes mit Gewebsschädigung. Typische Allergien aus dieser Gruppe sind das allergische Kontaktekzem und das atopische Ekzem   (Neurodermitis) ; wobei beim atopischen Ekzem aber auch in gewisser Weise eine Typ 1 Reaktion vorliegt ( über entsprechende Antikörper)

    Die endzündlichen Schwellungen, Rötungen bei der Allergie wird übrigens von einem wichtigen Botenstoff, dem Histamin verursacht. So nehmen viele Allergiker deswegen Antihistaminika.
Ganzheitliche Aspekte:
Das Immunsystem ist kein isoliertes, in sich abgeschlossenes System, das unbeeinflußt von anderen Körperfunktionen bleibt. Es gibt vielfältige Beziehungen zwischen dem Immun-, Hormon-, und dem Nervensystem. Gedanken und Gefühle beinflussen das Immunsystem. Stress, Trauer, Depressionen, sonstige psychische Belastungen können das Immunsystem schwächen. Positivität und Lebensfreude hingegen stärken die Immunabwehr.

Es geht im Falle des Immunsystems auch um Anpassung an Herausforderungen. Das Immunsystem hat die Aufgabe alles abzuwehren was nicht dazugehört, zu eliminieren oder umzuwandeln in ein kooperatives Element. Diese Prozesse erfordern nicht nur einen Anpassungsmechanismus auf körperlicher, sondern auch auf geistig-seelischer Ebene. Es ist also auch eine Frage der seelisch-geistigen Einstellung. Es „erwischt“ uns ja auch häufig dann wenn es uns nicht so gut geht. Wenn die Lebensenergie nicht fließt, oder blockiert ist.

Was könnten Ursachen von Allergien sein?
  • Genetische Veranlagungen: Häufig sind Allergien bei Menschen zu beobachten, bei deren Familien es auch vorkommt. Die Weichen zur allergischen Disposition (sprich die Neigung zu Allergien) werden auch schon um die Geburt herum gelegt.Aber auch der heutige Umgang mit dem Thema Geburt; Kaiserschnitte, prophylaktische Antibiosen um die Geburt herum. Auch die Unterdrückung von gewissen wichtigen Krankheitsphasen, die eigentlich auch die Abwehr des Kindes stärken.
  • Übertriebene Hygiene: Bei den heutigen Hygienestandarts wird das Immunsystem seiner Lernfähigkeit beraubt. Vor allem bei Kindern häufen sich immer mehr allergische Reaktionen.
  • Die Reifung der spezifischen T-Zellen: aus Mangel an Selbst-Antigen, kann es evtl zu Autoreaktionen der T Zellen kommen. Im Normalfalle werden solche Immunzellen ausselektiert. Nur wenn diese „Kontrolle“ nicht mehr ordentlich funktioniert, entgehen diese Zellen der Kontrolle und treiben ihr „Unwesen“.Seien es Allergien oder Autoimmunerkrankungen.
  • Ernährung: Die moderne Ernährungsweise...Fastfood, künstliche Lebensmittelzusätze...u.vm.
  • Verkürzung/Wegfall der Stillphase: Keine Frage, das Stillen ist der wichtigste Abwehrschutz des Kindes. Immer häufiger kommt diese Phase zu kurz oder es wird auch oft gar nicht gestillt. Die wichtigsten Antikörper erhält das Kind beim Stillen.
  • Chronische Endzündungen im Kieferbereich, Zahnherde: Wenn man im Erwachsenenalter erst Allergien symptomatisch zu spüren bekommt, sollte man nachforschen ob da nicht irgendetwas mit Zahnherden im Gange ist. Denn diese dauerhaften Endzündungen belasten dauerhaft das Lymphsystem. Welches ja unmittelbar mit Allergien zu tun hat. Denn die potenziellen Allergene können das Abwehrsystem sensiblilisieren.
  • Die besondere Neigung zu Allergien von lymphatischen Konstitutionen:Besonders blauäugige Iriden (Farbe kann je nach Pigmentauflagerungen variieren) neigen zu Allergien. (Aber dass nicht nur blaue Iriden Allergien bekommen sehen wir ja auch im Alltag). Sprich: der sogenannte Lymphatismus.

  • Die seelischen Aspekte:
    Im Falle der Allergien könnte die Überreaktion des Immunsystems auf seelischer Ebene, aufgrund der Abwehr gegen den zeitgemäßen, gesellschaftlich standardisierten Lebenstils , zustande kommen. Also eine Abwehr im seelischen Bereich. Es wäre auch die Frage wichtig gegen welche Menschen oder Umstände man „allergisch“ reagiert. Bei Kindern zum Beispiel kann es ein überbehütendes Elternteil sein. Im Falle von Erwachsenen kann es eine tiefere seelische Problematik sein. Allergie gegen Tierhaare kann eine Angst gegen die animalische Seite des Lebens sein. Allergie gegen Pollen evtl auf Probleme mit Sexualität hinweisen. Eine Allergie gegen Hausstaubmilbenkot könnte auf eine Angst vor dem Unreinen , Unsauberen hinweisen.
    Die Kampfbereitschaft und der Aktionismus; das Verlagern der „Aggression“ nach Aussen kann ebenso hilfreich sein. Der Lebens-Kampf kann endlich von innen nach aussen verlagert werden. (Das Wort Aggression ist oft sehr negativ behaftet. Hier ist nicht die rücksichtslose, gewalttätige Aggression gemeint)



Grundsätzlich hat Heilung mit den Glaubenssätzen zu tun, die wir mit uns herumtragen. Die Heilung bewirkt jeder selbst; der Heiler/Heilkundige ist dabei nur eine Brücke, ein Werkzeug zu diesem Zweck.
Aber es geschieht keine Heilung wenn der Patient es nicht wirklich will. Es muss die Bereitschaft bestehen diese verhärteten Glaubenssätze aufzulösen. Das gilt nicht nur für Allergien. Sondern auch für andere Leiden. Die Leiden sind ein Teil von uns, die Botschaften an uns haben. Nur wenn wir sie als Teil von uns akzeptieren , lösen sie sich irgendwann mal auf.


Ganzheitliche Therapiemöglichkeiten von Allergien:
  • Ordnungstherapie: Natürlich an erster Stelle die Ordnungstherapie. Sprich: Lebens- und Ernährungsumstellung, Bewegung, gegebenenfalls Gesprächstherapien. Meditation und Yoga uvm. In die Ernährung kann man zB auch natürliche Antihistaminika einreihen: Vitamin C ,B Vitamin Komplexe, Calcium , Magnesium, Omega 6 Fettsäuren (Distelöl, Sojaöl zB). Eben allgemein basenbildende Nahrungsmittel und wenig tierische Proteine. Vor allem Kuhmilch und gewisse Käsesorten verschleimen und dicken die Lymphe nochmal ein.
  • Entgiftung und Ausleitung: Das Lymphsystem muss unbedingt wieder zum Fließen gebracht werden. (Bei Lymphatikern am besten präventiv und regelmässig.) Das kann man gut mit pflanzlichen, spagyrischen , komplexhomöopathischen Mittel (die idealerweise kombiniert sind mit Stoffen die Leber, Niere, Lymphe anregen). Auch die Milz darf nicht vergessen werden! Die Milz, das wichtige lymphatische Organ, welches auch eine Rolle spielt, wenn Menschen Stoffwechselendprodukte nicht mehr richtig ausscheiden können und diese akkumulieren. „Idealerweise“ im Bindegewebe abgelagert können diese Stoffe auch lokale Übersäuerungs und Endzündungsreaktionen mit sich bringen. Welches wiederum das Lymphsystem belastet. Eine reichliche Flüssigkeitszufuhr ist natürlich sehr wichtig bei der Entgiftung. Auch Bitterstoffe sind da sehr hilfreich. Diese wirken direkt über die Mundschleimhaut . Zu den ausleitenden Maßnahmen gehören zB Schröpfen, Neuraltherapien (an den Rückenzonen).
  • Darmflora Sanierung: Der Darm ist ein wichtiges Immunabwehrorgan. Evolutionstechnich entsteht er mit den Lungen aus dem gleichen Keimblatt.Darm und Lunge gehen also aus dem selben Keimblatt hervor. Tatsächlich haben Darm und Lunge sogar dieselbe Aufgabe im menschlichen Organismus:Das, was der Körper braucht, aufzunehmen, und das, was er nicht braucht, auszuscheiden. Auch mit der haut ist ein enger Zusammenhang: das was der Darm nicht schafft auszuscheiden, scheidet er über die Haut aus.Und wenn die Darmschleimhäute gereizt sind, dann verlagert sich das gerne mal auf Nasennebenhöhlen (also bei Menschen die mit chronischen Sinutiden zu tun haben). Daher ist es wichtig die Darmflora zu normalisieren.




Die besondere Rolle der Leber und des Darmes:
Die Leber ist die wichtigste Biochemiefabrik des Körpers. Es gint keine chronischen Erkrankungen ohne die Beteiligung der belasteten Leber. Sie stellt das Grundgerüst der Hormone bereit; das Cholesterin. Sie baut Hormone ab. Sie produziert die Eiweiße (Übrigens sind auch alle Abwehrzellen und Enzyme Eiweiße!) und reguliert den Kohlehydrat und Fetthaushalt. Sie produziert auch die Gallenflüssigkeit und spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Eisen-Haushalt. Ausserdem liefert sie dem Herzen ihre Energie zu und der Lunge. Nicht nur mit naturheilkundlichen Mitteln, sondern auch alleine durch eine effektive Bauch-Atmung können wir der Leber gutes tun und sie „massieren“; denn durch das Atmen aktivieren wir das Zwerchfell, welches der wichtigste Atemmuskel ist. So massieren wir Herz und Leber zugleich. Lachen und Heiterkeit, der Humor ist auch für die Leber förderlich. Nicht umsonst wurde das Lach-Yoga entwickelt...
Der Darm hingegen produziert, wenn er überlastet ist, Fäulnis und Gärungsprodukte. Das begünstigt die Histaminproduktion und somit eben langfristig auch die Allergien.




  • Eigenblutbehandlungen: Hierfür entnimmt man venöses Blut und potenziert es mit homöopathischen Mitteln und lässt es den Patienten einnehmen. Jede Woche unterschiedliche Potenzen 2-3x. Man kann es zusätzlich intramuskulär am Gesäßmuskel langsam reinjizieren . Über 6-8 Wochen, 2-3x wöchentlich, angefangen bei 0,2 ml und allmählich langsame Steigerung bei jeder Sitzung um weitere 0,2ml Das Blut enthält nämlich sämtliche Informationen - sowohl körperliche als auch psychische-bezüglich der Allergien und so wird das Immunsystem zur Selbstheilung angeregt! Ganz nach dem Motto: „Wer den Feind umarmt macht ihn bewegungsunfähig“. Es können leichte Temperaturerhöhungen als Nebeneffekt auftauchen, was bedeutet dass die Abwehr eben arbeitet.
  • Sonstige Maßnahmen: Möglichst das Allergen , zumindest wenn man zu Hause ist, beseitigen. Haare waschen, Kleidung wechseln. Brille von den Pollen reinigen. Nasenduschen reinigen auch sanft , befeuchten die Schleimhäute und spülen die Allergene aus. Und gesünderes Wohnen ohne Gifte im Haushalt.


Aber das Wichtigste ist auch hier die ganzheitliche Frage, die auch den seelischen Bereich betrifft:
Was kann ich-bzw mein Abwehrsystem- nicht filtern? Wo kann ich mich schwer oder kaum anpassen (bzw die Abwehr)?
Und eben den Mut zu fassen und „die Barrieren zu stärken“, Grenzen zu setzen. Und gegebenenfalls dafür zu sorgen dass das „Allergen“ aus dem Leben verschwindet.


Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
http://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/



(Bild: clipdealer.com)