Freitag, 16. September 2016

Diabetes-Eine zunehmende Belastung der modernen Gesellschaft

Bild:pixabay.de/Maialisa





Immer mehr Menschen sind von Diabetes betroffen; es ist der Typ 2 Diabetes der sich immer mehr häuft. Interessant ist dass z.B. Inder und Asiaten die im Westen leben und arbeiten auch immer häufiger davon betroffen sind. Was steckt dahinter und was ist Diabetes genau? Welche Faktoren spielen eine Rolle und wie können wir uns schützen?
Diabetes Mellitus- Definition und Arten:
Diabetes mellitus (griech: zuckersüßer Durchfluß), ist eine Stoffwechselerkrankung bei der entweder Insulinresistenz (fehlendes Reagieren der Zellen auf Zucker)  oder Insulinmangel besteht und ist somit durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. Dies zieht natürlich auch Folgeerkrankungen , wie zB Stoffwechselentgleisungen auch im Fettstoffwechsel, Bluthochdruck mit sich.
Laut Statistiken der Seite Diabetes Deutschland hatten 2012 ca 7,2% der Bevölkerung eine manifeste Diabetes und 2,1% eine latente Diabetes. Und ca 90% davon waren betroffen von einer Diabetes vom Typ 2; 5% von einer Diabetes vom Typ 1.
Tendenz : Steigend...Und die an Diabetes Typ 2 Erkrankten werden immer jünger! Es ist also schon seit geraumer Zeit keine Alterskrankheit mehr!

Durch die permanente "Überzuckerung" werden an Proteine im Blut  Saccharidreste gekoppelt. diese Proteine werden dadurch unbrauchbar gemacht und sie lagern sich ab. Was zu einem  ungünstigen osmotischen Zustand führt und dadurch Organe geschädigt werden können.

z.B. das Auge, die Nieren, Gefäße, Herz, die Leber. Muskelzellen können soweit geschädigt werden dass vor allem die Peristaltik im Magen-Darm-Trakt extrem verlangsamt sein kann und der Speisebrei nicht mehr effektiv weitertransportiert, weil die Muskulatur auch von dieser Schädigung durch Ablagerungen betroffen sein können. Fatal ist auch die Schädigung der Nervenzellen. Nächtliches Kribbelgefühl in den Füßen kann ein Anzeichen von Nervenschädigung sein. Es  kommt auch zunehmend zu einer trockenen, schlecht durchbluteten Haut, die allmählich wund wird und schwer abheilt. Dies erfordert professionelle Wundpflege. Durch die Nervenschädigungen entdecken Patienten oft die Wunden erst  später. Es kann dann vor allem zu einem sogenannten diabetischen Fuß kommen mit massiven Nekrosen und Gangrän.
Auch die Abwehrzellen und das Abwehrsystem sind betroffen. Diabetiker neigen sehr häufig zu Infekten, vor allem Pilzinfekten der Haut, des Urogenitaltraktes.
Diagnostisch wertvoll ist hier das HbA1c, der sogenannte Langzeitblutzuckerwert, der aus dem venösen Blut ermittelt werden kann. Er verrät uns wie hoch der Blutzucker in den letzten 6-8 Wochen war. Bei einem Diabetiker sollte er zwischen 6,5-7,2 liegen.
Die Bluzuckermessung, die oft in Apotheken durchgeführt wird ist nur ein Richtwert und sollte nicht als Verdachtsdiagnose genutzt werden.  Aber wenn Blutzuckerwerte dauerhaft die 110 mg/dl übersteigen sollte man skeptisch werden. Nach dem Essen sollte nach 1-2 Stunden der Blutzucker 140mg/dl nicht übersteigen.
Der Nüchternwert ist besonders wertvoll, denn in der Nacht steigt oft der Blutzucker an. (wegen zB: zuwenig Insulin oder Medikamente, oder auch als Gegenregulation zu einer zu starken Senkung des Blutzuckers, Ausschüttung von Hormonen in der Nacht die eine Blutzuckerausschüttung bewirken, Cushing Syndrom und eine zu hohe Cortisolsekretion in den Morgenstunden)
Diabetes Mellitus Typ 1:
Mangel an Insulin durch die Zerstörung der Langerhansschen ß-Zellen die Insulin produzieren. Ursache ist eine Autoimmunreaktion, häufig ausgelöst durch Infektionen mit gewissen Viren. Aber auch eine erblich bedingte Veranlagung.
Mögliche weitere Ursachen könnten eine gestörte Darmflora sein, da die Abwehr ja auch mit Autoimmunprozessen zu tun hat. Entsprechend könnte man hier auch einen Vitamin D Gehalt ermitteln.
Diese Patienten sind eher jünger, von der Statur her meist kachektisch. Bei übermäßigem Durstgefühl und plötzlicher ungewollter Gewichtsabnahme mit Abgeschlagenheit sollte man hellhörig werden; vor allem wenn in der Familie Diabetes vertreten ist.
Therapie: Schulmedizinisch eine Insulin; idealerweise durch eine intensivierte Insulintherapie, in der man  ein Basalinsulin welches ausgerechnet wir auf den Grundbedarf an Insulin und ein kurzwirksames zusätzlich.
Diabetes Mellitus Typ 2:
Beruht auf ein vermindertes Ansprechen der Zellen auf Insulin und zusätzlich die Funktionseinschränkung der ß-Zellen.
Die Betroffenen sind oft eher übergewichtig und diese Erkrankung tritt im höheren Lebensalter auf. Doch wie schon erwähnt sinkt das Alter der Betroffenen immer mehr.
Ziel sollte hier jedenfalls die Gewichtsreduktion mit reichlich Bewegung und Ernährungsumstellung sein:
Therapie: Schulmedizinisch vorerst orale Antidiabetika. Bei Fortschreiten der erkrankung kann nach und nach Insulin notwendig sein.
Man sollte aber meiner Meinung nach nicht zu schnell losschiessen mit oraler Medikation sondern die Ordnungstherapien vorerst forcieren.
Allgemein für beide Typen:

Ordnungstherapie: Ernährungsumstellung! Eine ideale Ernährung wird festgelegt auf
45-60% Kohlehydrate (keine einfachen KH; eher Komplexere!)
30-35%Fett
10-20%Eiweiß
ca 40g Ballaststoffe und moderater Salzkonsum täglich.
Gemüse, Hülsenfrüchte, Ballaststoffe, KEINE Kohlehydrate die schnell ins Blut gehen und den Pankreas belasten. Chromhaltige Nahrungsmittel, wie zB Brokkoli. Am besten ist eine spezielle Schulung diesbezüglich.
Gut würzen; zB mit Oregano und Rosmarin, auch Salbei! Diese wirken sich auch positiv aus.
-Bewegung und Sport.
-Gute Pflege der Haut; vor allem Füße mit harnstoffhaltigen Salben.
Naturheilkunde:
-Nahrungsergänzung: B Vitamine, vor allem B1 und B6, B12, Chrom, Kupfer, Mangan ( die Mangankonzentration im Pankreas ist sehr hoch! Und es ist ein wichtiger Kofaktor bei so manchen Stoffwechselprozessen),Selen,Zink, Kalium und  Mineralien wie Magnesium, Calcium. Laut Studien sind Biotin und Niacin offensichtlich in der Lage die Zerstörung der ß-Zellen im Pankreas zu beeinflußen oder auch diese zu regenerieren.
Des Weiteren Alpha Liponsäure, welches wirklich sehr gut anschlägt (bedauernswert dass es nicht von Krankenkassen übernommen wird. Aminosäuren wie Arginin und Taurin wirken sich positiv aus auf den Blutzuckerpegel. Und natürlich Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C.
-Heilpflanzen:
Es ist generell etwas schwierig eine Empfehlung auszusprechen. Ich bin für eine Lebersanierung, zB mit Mariendistel und Löwenzahn und für die Offenhaltung der ganzen entgiftenden Systeme und Organe wie eben Leber, Niere, Lymphsystem mit entsprechender individueller Empfehlung.
 Die bittere Gurke oder auch Bittermelone (Momordica Charantia) soll sich positiv auf die Blutzuckersenkung auswirken, auch die Heidelbeere kennt man für die Indikation.  Ansonsten Solidago (auch Nieren) , Blutwurz, Artischocken, Brunnenkresse , Beifuß, Schafgarbe, Frauenmantel, das echte Fuchskreuzkraut , (eher kurzfristig , da es Pyrrolizidinalkaloide enthält ) wurde offensichtlich auch in der Hinsicht in der positiven Monographie der Kommision E genannt.)
-Schüsslersalze:

-Blutzuckerregulation: Kalium sulfuricum D6, Natrium sulfuricum D6
-Stoffwechselregulation: Natrium phosphoricum D6, Calcium sulfuricum D6
-Muskel und Nerven: Magnesium phosphoricum D6
-diabetischer Fuß: Salben Kalium phosphoricum D6  und Magnesium phosphorium D6 im Wechsel.

-Wala Organpräparate:  z.B. Pankreas Organpräparate.



Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes:

 Durch die erhöhte Produktion der Steroidhormone kann vereinzelt in der Schwangerschaft die Insulinproduktion vermindert werden, was kurzfristig in der Schwangerschaft zu einer Erhöhung des Blutzuckers führen kann.
Schwangere sollten eben alte Regeln sie "essen für zwei" überdenken und die entsprechende Gewichtszunahme beachten. Keinesfalls mehr als zusätzlich 15kg.
Auch wenn eine Gestationsdiabetes nach der Geburt verschwinden kann, sollten Damen mit Prädestinierung dazu dennoch aufpassen.

Ganzheiltliche Betrachtung der Diabetes:
Hier wäre die Überlegung der fehlenden Süße im Leben. Und des dadurch bedingten , unbewussten sich umgebens mit Zucker.
Auch hier sollte man genauer hinsehen, ob Patienten hier eventuell Defizite haben, die nachzuholen wären. Beziehungsweise es erfordert ein ehrliches, genaues Hinsehen und Wahrnehmen von Betroffenen.

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
http://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/


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Montag, 12. September 2016

Rosacea "Der Fluch der Kelten" und "wenn die Haut "blüht"- Eine ganzheitliche Betrachtung.

(Bild:Pixabay/GLady)

Häufig ist es ein Zeichen von Vitalität und Gesundheit wenn ein Gesicht rosig ist. So empfinden sich jedoch Patienten, die unter Rosacea leiden, nicht. Plötzlich auftretender Flush und Schwellungen mit Endzündungen einhergehend, machen Betroffenen das Leben schwer.
Die Rosacea ist eine endzündliche Hauterkrankung , die das Gesicht betrifft, in fortgeschrittenen Stadien mit chronisch wiederkehrenden flush-artigen Rötungen und Pusteln mit Papeln. Zu Beginn sieht man häufig erweiterte Äderchen; vor allem bei Nase und Wangen, aber auch Stirn  , Nasenrücken und Kinn.
Rosazea beginnt häufig schon im dritten Lebensjahrzehnt; wird jedoch häufig erst ab dem 40-50.Lebensjahr manifest. Somit unterscheidet es sich von der klassischen Akne vulgaris durch das höhere Alter.
Später kommt oft auch eine Augenbeteiligung hinzu. Augen-Rosacea sollte regelmässig augenärtzlich kontrolliert werden um Komplikationen an der Hornhaut zu vermeiden.
Der Name "Fluch der Kelten" hat seinen Grund im bevorzugten Auftreten der Symptome bei hellhäutigen, sonnenempfindlichen nordeuropäischen Menschen.
Hier ist diffenetialdiagnostisch wichtig zu unterscheiden zwischen systemischen Erkrankungen wie zB Lupus Erythematodes.

Ursachen:
Über die Ursachen wir immer noch viel diskutiert. Vermutliche Ursachen:

  • Helicobacter Pylori: Endzündungen in Magen und Darm können sich auf die Haut verschieben. Hier wäre eine Erradikation sinnvoll, da es auf Dauer auch zum Ulcus bis hin zum Krebs führen kann.
  • Candida Befall: Was auch ein Zeichen für Abwehrschwäche wäre! 
  • Gestörte Darmflora: Zusätzlich auch häufig eine belastete Leber.
  • Spezielle Enzyme die vermehrt aktiv werden: Und somit die Symptomatik ankurbeln.
  • Ein hormonelles Ungleichgewicht: Hormonelle Veränderungen wie Wechseljahre oder Absetzen der Pille.
  • Dauerstress
  • Umweltgifte
  • Haarbalgmilben: Diese These bewahrheitet sich immer mehr! Spezielle Neigung dazu haben dass sich Milben am Haarbalg anlagern können währen zum Beispiel Personen, bei denen die lokale Immunabwehr der Haut gestört ist. Das hängt ja auch oft mit einer nicht intakten Darmflora zusammen. Oder bei hormonellen Veränderungen wie zB Wechseljahre, Menopause oder sonstige hormonellen Veränderungen.
Mögliche Auslöser für Schübe:

-Temperaturschwankungen; Hitze und Kälte im plötzlichen Wechsel.
-Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen
-Zu viel und zu ausgiebiges Sonnenbaden.
-starke gewürzte Speisen
-zu üppige , schwere Mahlzeiten
-zu viel Tierisches
-Zitrusfrüchte, allgemein Lebensmittel mit viel Histamin ( alte Käsesorten, Wein, Wurstwaren,Erdbeeren uvm)
-Alkohol
-Heisse Getränke
-psychischer Stress, Traumatisierungen.
-zu intensive körperliche Anstrengung
-Leber/Galle Belastungen
-Bluthochdruck
-extreme hormonelle Schwankungen
-Medikamente
-nicht gut verträgliche Kosmetika
-künstliche Stoffe in nahrungsmittel , zB Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel.
-Nahrungsmittelintoleranzen.

Was Betroffene tun können:

Jeder Betroffene muss für sich selbst herausfinden was er/sie veträgt oder nicht. Am besten führt man eine Art Heiltagebuch. Notiert Lebensmittel oder Kosmetika die nicht vertragen werden. Medikamente die genommen wurden. Aufgetragenes Make Up sollte auf jeden Fall abends entfernt werden.
Wann ist es das erste mal aufgetreten? In Verbindung mit welchen Umständen trat es auf?
Auch die soziale/psychische Komponente sollte mit erfasst werden. Hat man sich heute gut eingebunden gefühlt? Hat man sich geärgert? Was war wieder nicht so förderlich und wie kann ich es ändern? Das vegetative Nervensystem können wir nicht immer steuern. Wir wissen aber um die Kraft der Meditation und auch Yoga und wie wir damit das Unterbewusste mit beeinflussen können. 


Naturheilkundliche Maßnahmen:

  • Sanierung nicht nur des Darmes (und das über mind. 4 Wochen), sondern auch eine Entlastung des Leber/Galle Systems. Zeolithe, Probiotika und Leber/Galle System stärkende Mittel wie zB Mariendistelsamen, Löwenzahnsäfte. (Die Leber steht auch für Abgrenzung, Grenzen setzen, ein klares NEIN sagen können. Was hier oft auch ein wichtiges Thema ist)
  • Gewisse Nahrungsmittel, die die Symptomatik verstärken, weglassen. Es gibt auch viele Möglichkeiten diese Nahrungsmittel ausfindig zu machen. Wie zB Auslassdiäten( aber am besten nach einer gründlichen Darmsanierung), kinesiologische Tests.
  • Endzündung lindern mit zB Zink.
  • Homöopathisch: Muss individuell ermittelt werden.
  • Biochemie: -Kalium Phosphoricum (es ist nicht nur ein Energiegeber für die Nerven sondern auch sich positiv auf Infektionen auswirkend) ,
    -Kalium Sulfuricum (Lebermittel mit Bezug zur Haut und ist auch ausleitend)
    -Silicea
    -Juglans regia (Walnuß; Lymphbezug)
und sonst vieles je nach individueller Anamnese.
  • Ernährungstechnisch: endzündungshemmende ungesättigte Öle in der Ernährung wie zB Leinöl, Kürbiskernöl, Nachkerzenöl (innerlich und äusserlich)
  • B Vitamine
  • natürliche Antioxidantien, OPC
  • Natürliche Masken mit endzündungshemmenden und antiseptischen Eigenschaften: zB Masken aus Rügener Heilkreide (wirkt mineralisierend und hautbildverbessernd und endzündungshemmend)

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
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Donnerstag, 8. September 2016

Hautprobleme ganzheitlich betrachtet-Wenn uns etwas "unter die Haut" geht

Die Haut ist unsere Schutzbarriere nach Aussen. Das Seelische hängt sehr eng mit der Haut zusammen. Genauso wie wir, wenn wir innerlich uns schwach und verletzlich fühlen, alles "aufsaugen", persönlich nehmen , zulassen dass es uns besetzt, so ist es auch mit der Haut: Sie wird wund, sie juckt (es "juckt uns etwas im Leben" im wahrsten Sinne)  , brennt ...
Ich möchte mich hier vorerst auf die verschiedenen Ekzemarten beschränken.
  • Neurodermitis: Ist  ein atopisches Ekzem. Es ist eindeutig, dass es bei der Neurodermitis um einen "Mangel-Zustand" geht. Stoffwechselprozesse der Haut sind vermindert. Es besteht eine mangelhafte Nachbildung von Zellstrukturen. Massive Trockenheit, Verminderung der Hautlipide. Das heisst, dass ein Fehlen der Vitalität vorliegt. Der typische Neurodermitiker ist auch  insgesamt in seiner Erscheinung wenig vital, wirkt wesentlich älter als er/sie ist. Die Haut ist grau, fahl, rau. Talg- und Schweißdrüsen sind wenig aktiv- bzw auch weniger in der Anzahl als nötig. Eine Unterversogung mit Blut liegt vor. Abendländisch gesehen könnte man sagen : es ist ein saturnalische Entwicklungsneigung. Patienten sind eher schlank bis mager. Der Einfluss des Nervensystems wird deutlich. Es geht hier um Überreizung auf allen Ebenen. Das Nervale greift ein in Hautprozesse. Zweifelsohne ist Stress immer wieder der Auslöser der endzündlichen Schübe. Auch eine erbliche Neigung besteht. Das heisst ein gewisser Einfluß des Astralkörpers, der Informationen der Reinkarnationen in sich trägt und uns auch in unserem Charakter, Persönlichkeit prägt (anthroposophische Sichtweise, die einleuchtet).
    Es besteht auch eine Störung der Hautbarriere. Die Haut wird durchlässiger für zB Allergene. Diese haften sich gerne an den Haarschaft und verstärken endzündliche Prozesse. Somit steht fest, dass die hautspezifische Immunabwehr auch wenig intakt zu sein scheint. Es ist also auch davon auszugehen dass die normale  bakterielle Besiedelung der Haut gestört ist.
    Interessant ist jedoch auch die Besiedelung der Stellen. Es ist eher der Oberkörper und die Beugestellen (Armgeugen, Kniekehlen) betroffen. Den Zusammenhang mit der Psyche erkennen wir häufig daran dass im Urlaub, speziell am Strand und am Meer Besserung eintritt.
    Es ist auch davon auszugehen dass der Verdauungstrakt zusammenhängt mit der Neurodermitis. Bei diesen Personen liegt eher eine Verdauungsschwäche vor. Oft auch verbunden mit Candidosen, Nahrungsmittelunveträglichkeiten.
    Von der Persönlichkeit her kann man sagen dass der Neurodermitiker eher zum Nachdenken neigt. Die Verhaftung in der Vergangenheit ist zu erkennen.

    Unbehandelt oder chronisch mit Kortison unterdrückt kann die Enzündung innere Organe befallen wie zB Pankreas (bishin zur Diabetes). Auch die Gelenke können leiden unter der chronischen Unterdrückung.
  • Psoriasis: Hier  geht es um ein seborrhoisches Ekzem. Hier liegt ein Überschuss an Vitalität der Haut vor. Was dazu führt dass Patienten in ihrem äusseren Erscheinungsbild vitaler und jünger wirken. Es sind also die Hautneubildungsprozesse im Übermass aktiv. Hier sieht man eher den Bluteinfluss als die des Nervensystems. Aber auch hier ist Stress nicht gerade förderlich. Auch hier liegt eine erbliche Neigung vor. Die Gesamtlipide der Haut sind erhöht und die übermässige Neubildung der Hautzellen zeigt sich in einem schuppig-silbrigen Äusseren.Die Hautneubildung vollzieht sich von unten nach oben. Vom Stratum basale angefangen verlässt eine tote Hautzelle die Haut über das Stratum corneum im Normalfall in 28 Tagen. Bei der Psoriasis ist dieser Vorgang verkürzt auf wenige Tage. Weisse Abwehrkörper wandern mit in die obere Haut mit hinein und bewirken endzündliche Prozesse. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung.
    Doch auch hier kann man die Auswirkungen des sogenannten Astralkörpers erkennen. Das heisst denjenigen Teil unseres Wesens, der uns durch die Einflüsse des Karmas prägt.
    Betroffen sind hier besonders Unterleibsregionen; auch Genitalien, Knie. Aber auch Kopfhaut, Ellenbogen.Vor allem aber intertriginöse Bereiche der Haut. Das heisst : Orte an denen sich die Hautstellen berühren; in den Hautfalten.
    Vom Erscheinungsbild her ist der Psoriatiker eher stattlich, gut genährt und jünger aussehend. Abendländisch-Heilkundlich bezeichnet man es als eine mondische Erkrankung. Der Mond steht für maßlose Fülle (im Gegensatz zu Jupiter, der das Zuviel nimmt und dahin treibt wo etwas zu wenig ist).
    Persönlich kann man eher sagen dass der Psoriatiker sehr zum Handeln neigt. Oft auch ohne groß zu überlegen stürzt er sich gern ins Geschehen. Also ist hier eher das Wollen im Vordergrund.
    Auch hier ist die chronische Unterdrückung des Erscheinungsbildes nicht förderlich und kann wie bei der Neurodermitis innere Organe befallen. Psoriasis Arthritis oder auch psoriatische Nägel sind nicht gerade eine Seltenheit.
Therapeutische Ansätze:

Neurodermitis:

  • Psychotherapeutisch-Ganzheitlich: Es wäre das Ziel vom Denken bischen mehr wegzukommen und die Willenskraft zu stärken.
  • Naturheilkundlich:
-Befeuchten: zB Natrium Muriaticum D12, schüsslerisch oder als Globuli. Avena Sativa , zB Calmedoron von Weleda.Kalium Phosphorium D6 schüsslerisch oder als Globulis; für die Nerven.
-Teemischungen zum Trinken: es sollte eine Mischung aus nervenberuhigenden und befeuchtenden Kräutern sein. zB: Ehrenpreis, Johanniskraut, Ringelblume, Lavendel, Sternanis, Hauhechel, Kamillenblüten.
-Tee-Umschläge: Gerbstoffhaltige  und befeuchtende Teebestandteile: wie zB Eichenrinde, Calendula, Johanniskraut.
-Salzbäder, Totes Meersalz
-Ernährung: Weniger Tierisches und Vermeiden von Nahrungsmitteln die Unverträglichkeiten fördern können. Haferflocken zB zum Frühstück. Sind nährend, befeuchtend und nervenberuhigend.
-Ungesättigte Fettsäuren: Nachtkerzenöl, Omega Fettsäuren. Um die defizitären Hautlipide auszugleichen. Ausserdem wirken diese auch endzündungshemmend.
-Vitamine B und D: Beim Vitamin D sollte man regelmässig einen Spiegel ermitteln und sehen dass er ausreichend hoch ist. etwa 70ng/ml sind ein guter Richtwert.
-Darmflorastärkung und Aufbau.
-Kokosfett und Omegafettsäuren zur Pflege
-Entsäuerung

Psoriasis: 
  • Psychotherapeutisch-ganzheitlich:  Hier wäre das Ziel etwas mehr  die Denkkraft zu stützen im Gegenzug zum Willen und zum "sich Hals über Kopf hineinstürzen".
  • Naturheilkundlich:          
-Leber-Sanierung und Reinigung auch des Lymphsystems: Zum Beispiel mit Mariendistel, Löwenzahn (hat auch Lymphbezug), Lymphmittel (als Tee oder zB Lymphdiaral, Lymphomyosot; spezifisch ausgesucht je nach Patient.)
Schüssler Salze wie Natrium Sulfurium regulieren den Flüssigkeitshaushalt und sanieren auch die Leber.
-Darmflora-Sanierung: Ist auch Abwehrregulierend!
-Entsäuerung.
-Ernährung: Auch hier gilt: weniger Tiereiweisse. Mehr frische Kost, Vitalstoffe. Ungesättigte Fettsäuren statt gesättigter Fette. 
-Kokosfett und Omega Fettsäuren zur Pflege äusserlich.
-Vitamin D.: (Wie bei der Neurodermitis )Beim Vitamin D sollte man regelmässig einen Spiegel ermitteln und sehen dass er ausreichend hoch ist. etwa 70ng/ml sind ein guter Richtwert. Regelmässig Mittagssonne geniessen; mind. 15-20 min.

Zu guter Letzt :
 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!
http://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/

(Bild:clipdealer.de)