Mittwoch, 29. August 2018

Abendländische Pulsdiagnose

 Der Puls-ein Indikator für die Lebenkraft; und auch mehr

Die Pulstastung ist immer noch ein sehr wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Doch aus dem Puls können wir weitaus mehr ertasten als wir wissen. Das kennen wir aus der chinesischen und japanischen Pulsdiagnostik.Doch selten weiss man dass die abendländische Pulsdiagnose ebenfalls sehr detailiert ist. Auch wenn es sich um eine andere Methodik handelt.
Auch in meiner Praxistätigkeit hat die Pulsdiagnose einen besonderen Rang. Sie gibt Auskunft sowohl über die Lebenskraft, als auch über die Zustände der Organe; je nachdem auf welcher Seite man gerade tastet. Auch die Tiefe des Pulses ist ausschlaggebend für den Zustand des Patienten. Ob der Puls "wegdrückbar"  oder ob er bis in die Tiefe noch ertastbar ist. In vielen Fällen beobachte ich auch oft etwas ganz anderes als ich am Puls erkennen kann. Es ist verständlich dass man etwas was fehlt oder mangelhaft ist anderweitig versucht zu kompensieren. Für mich zeigt der Puls eigentlich immer die Wahrheit. Und das ist das ausschlaggebende Kriterium für mich und nicht was ich vorerst sehe.

Zur Geschichte:

Die Pulstastung gibt es vermutlich schon seit dem 5.Jh v.Chr. Schon Hippokrates nutze die wertvollen Hinweise aus der Pulsdiagnose. Zwei große Traditionen-bzw Ausrichtungen gibt es. Zum einen die asiatisch-indische  und die griechisch-morgenländisch-abendländische Ausrichtung.
Im alten Griechenland gab es bereits eine Pulslehre. Hippokrates und nachfolgend Galen von Pergamon weitergeführt entstand eine Puls-Schule, die Härte, Fülle, Schwäche und sonstige Zustände wie den zittrigen, verkrampften oder eben übermässig hervorstechenden Puls.
Später führten auch Ärzte aus der islamischen Welt, u.a. Avicenna (Ibn Sina) die Pulsdiagnose weiter.

Ziel der abendländischen Pulsdiagnose:

Ziel ist es eine energetisch-ganzheitliches Bild vom Patienten zu erstellen. Sowohl im Bezug zum Zustand gewisser Organe-Organsysteme als auch der seelisch-geistigen und somit energetischen Verfassung. Die abendländische Heilkunde ermittelt die Verfassung der Humores (die vier Säfte)  und die damit verbundene Gesamtverfassung des Patienten.
Jedoch auch hier gilt für mich: die Pulsdiagnose ist ein Bestandteil von mehreren ineinander übergreifenden Diagnosemethoden. 

Bei Fragen helfe ich ihnen gerne weiter.

Herzlichst

Öznur Acar

(bild:pixabay.com)
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Montag, 13. August 2018

Am Anfang war das Wasser

      Das Wasser als Heilmittel-Wie sie jeden Tag vitaler werden


Das wertvollste Heilmittel, welches nichts kostet und so viel bewirken kann. Innerlich wie äusserlich. Schon der Pater Kneipp, der als "Wasserdoktor" bekannt war, hatte das Wasser als Heilmittel angepriesen. Kneipp hatte sich durch seine Bäder von der Cholera geheilt. Dadurch wurde die körperliche Abwehr soweit gestärkt, sodass die Cholera wirklich verschwand. Somit ging er erst einmal selbst durch sein Feuer der Heilung, kämpfte hart- als armer Weberssohn hatte er es nicht leicht  (Er wurde als damals junger schwerstkranker Student schon fast für tot erklärt!)-suchte und fand Wege und fühlte sich dadurch  berufen dies auch weiterzugeben. Laut Kneipp kann man fast jedes Übel heilen, indem man den Körper stärkt durch kurze kalte Bäder. Und laut Kneipp werden Menschen körperlich wie seelisch krank wegen "Verweichlichung".
(So wie wir modernen Menschen so leben und leiben.) Doch er hätte damals nie ahnen können welchen Überfluß wir heute um uns haben. Und Kneipp sagte auch dass wenn man sucht auch findet.

Und sein Hauptmotto, welches ich mir sehr gerne zu Herzen nehme ist:

"Je einfacher wir leben umso glücklicher und gesünder werden wir."

Haben sie sich schonmal überwunden und jeden Tag nachdem sie geduscht haben sich nochmal kalt abgebraust? Oder im Sommer fast ausschliesslich kalt geduscht? Das muss nicht lange dauern; ein kurzes Abspritzen bewirkt eine kurzfristige Gefäßverengung mit anschliessender Erweiterung, was die Durchblutung fördert und somit belebend wirkt. Da las ich auch eine witzige Bezeichung dafür: der Kneippsche Espresso!

Menschen mit organischen Herz Erkrankungen , bei Angina Pectoris wäre das eher  nicht zu empfehlen. Auch keine kalten Armbäder!

Kneipp empfahl sehr häufig kalte Halbbäder bis zur Magengegend. Und aber auch Güsse ; Knie- und Oberschenkelgüsse. Oder vielleicht hatten sie einmal das Glück eine Kneippsche Wassertret-Anlage zu besuchen. Wirklich sehr wertvolle Erfahrung. Die kalten Armbäder sind auch zu empfehlen bei Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Auch für die Augen empfielt er kalte Bäder; man solle ein Gefäß mit kaltem, frischen Wasser befüllen und die Augen darin paar Sekunden lang öffnen und schliessen. So würden sich die Augenmuskeln stärken und auch die Sehstärke. Gelegentlich empfielt er auch Fenchelwasser. Ich plädiere für diesen Zweck aber auf demineralisiertes oder reines Quellwasser. Da wir es sicher mit einer etwas anderen Wasserqualität zu tun haben heute. Der Gesichtsguß ist auch eine nützlicheKneipp Kur; es wirkt erfrischend und weckend.
Auch hier gilt es vorsichtig zu sein bei akuten Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündungen an. Gleiches gilt bei Augenerkrankungen wie dem grauen oder grünen Star sowie bei Nervenentzündungen im Gesicht.

So können sie jeden Tag ihr Immunsystem stärken und besser in den Tag starten. Oder aber auch am abend die Müdigkeit des Tages abstreifen. Sie werden sehen dass auch ihr Geist stärker wird und wachsamer.

Viel Erfolg und Freude wünsche ich und stehe ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung!

Herzlichst

Öznur Acar
(bild:pixabay.de)
Quellenangaben: S.Kneipp; "So sollt ihr leben"
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