Sonntag, 27. September 2020

Irisdiagnose- Warum es sich lohnt "ins Auge zu schauen".

 




Ich hatte schonmal etwas über die menschliche Konstitution und die einzelnen Konstitutionstypen geschrieben und die Irisdiagnose erwähnt. Jetzt möchte ich etwas mehr auf die Irisdiagnose eingehen. 

Die Irisdiagnose ist mein Lieblingsdiagnosemittel, mit dessen Hilfe ich wirklich wertvolle Hinweise bekomme. Ich baue es immer in mein breites Repertoire an Diagnosemitteln mit ein. 
Einer der bekannten Namen in der Irisdiagnose ist Pastor Emanuel Felke. Er wurde stark kritisiert und musste sogar vor Gericht- in Anwesenheit von anerkannten Medizinern- bei 20 Kranken Irisdiagnosen durchführen. Ein Gespräch  mit den Patienten- wie er es sonst in seiner Arbeit tat- war ihm nicht erlaubt. Aber er konnte die Richter überzeugen. 

Noch heute wird die Irisdiagnose nicht wirklich anerkannt, da die wissenschaftlichen Fakten dafür fehlen.

Dazu habe ich nicht wirklich etwas zu sagen; aus wissenschaftlicher Sicht gesehen mag das wirklich stimmen. Ich habe mir allerdings selber die Mühe gemacht und auch den Finanzaufwand betrieben und mich damit näher befasst. Und was ich sagen kann ist dass sie tatsächlich Organe und Organsysteme der jeweiligen Seite der rechten oder linken Iris zuordnen können und im Zusammenhang mit der Anamnese wirklich einige wichtige Details zu sehen sind .  Es erfordert Übung und auch hier gehört eine regelmässige Weiterbildung dazu, da auch hier sich alles ständig weiterentwickelt. Gewisse Arbeitskreise haben es sich sogar zur Aufgabe gemacht um das alte Wissens ständig zu erweitern und zu erneuern.
Was ich besonders interessant finde ist dass man auch Erbbelastungen auf die Schliche kommen kann. Wenn ich zB in der Herzzone ein Zeichen sehe, die/der Patient/In aber keinerlei Symptome hat und auch medizinisch bestätigt keine entsprechende Diagnose vorliegt, in der Anamnese aber sich herausstellt dass in der Familie Herz-Kreislaufprobleme Thema waren, dann können sie präventiv begleitend arbeiten und das entsprechende Organ oder Organsystem stützen.
Ich möchte jedoch nochmal ganz klar betonen dass ich damit keine endgültigen Diagnosen erstelle. Wenn ich einen Verdacht haben sollte auf schwerwiegendere Probleme werden diese ohnehin erstmal ärztlich abgeklärt. Die Irisdiagnose ist- wie ich schon erwähnte- auch nicht die einzige Diagnosemethode mit der ich arbeite. So manche Verfärbungen und Pigmentierungen im Auge z.B geben allerdings sehr wertvolle Hinweise auf die Verfassung des Verdauungsapparates. Und je nachdem wo und in welcher Organzone sie auftauchen und welche Farbe es ist,  kann man gute Verbindungen knüpfen zu vielen Symptomatiken. Auch gewisse Zeichen wie zB Lakunen, Krypten, Waben; die eine gewisse Veränderung im Bindegewebe darstellen, kann man je nach Lokalisationsort- und Zone entsprechend zuordnen und evtl vorhandene Schwächen oder Störungen in den betroffenen Organen und Organsystemen vermuten und präventiv unterstützen.
Die Irisdiagnose war schon den alten Ägyptern bekannt. 1670 befasste sich Philippus Meyens mit ihr und ordnete damals schon Organe gewissen Zonen im Auge zu. Dann kamen Namen wie zB der ungarische Arzt Ignaz von Peczely, der das gebrochene Bein einer Eule in der Iris erkennen konnte, Pastor Emanuel Felke, Magdalene Madaus, Josef Deck, Josef Karl und viele Anderen.

Die Iris ist in Sechs Zonen unterteilt (von Innen nach Aussen):

1)Magenzone

2)Darmzone

3)Blut-Lymph-Zone

4)Muskel

5)Knochen

6)Haut

Innerhalb dieser Zonen gibt es nochmal gewisse Sektoren für die entsprechenden Organe. (Siehe auch Abbildung) .Man sieht die Iris praktisch wie eine Uhr und ordnet die Organe entsprechend ein wie man eine Uhrzeit abliest.


Es gibt folgende Konstitutionstypen:


-Lymphatisch: Das sind die blauen Iriden. Hier gibt es nochmal verschiedene Unterkategorien wie zB lymphatisch-hydrogenoid, lymphatisch-neurogen (nervlich sensible Typen). 
Die Lymphatischen Konstitutionen werden auch in diverse Untertypen unterteilt. Erkrankungsschwerpunkt ist das Lymphsystem und alle damit verbundenen Leiden wie zB Allergien, Rheuma (die hydrogenoiden Typen) . Entzündungen wie zB Mittelohr-, Mandelentzündungen. 

-Hämatogen: Das sind die satt braunen Iriden. Diese haben ihre Schwerpunkte im hämatologischen Bereich, Blut, Herz-Kreislauf System, Milz.

-Mischkonstitution: Diese Konstitution hat seine Schwerpunkte im Leber-Galle Bereich und ist häufig mit einer Disharmonie der Säfte (Dyskrasie) vergesellschaftet.


Alle Konstitutionstypen haben natürlich auch gewisse Diathesen (also besondere Symptomneigungen) und werden anhand dessen auch nochmal genauer untergliedert.

Aber nicht nur die Iris, sondern auch der Augapfel, die Gefäße und deren Beschaffenheit, Farbveränderungen, die Beschaffenheit des Gewebes im Augenwinkel zum Nasenbein. Und vieles mehr...


Jedenfalls ist es ein spannendes Feld in dem man NIE auslernen kann! Auch ich bleibe dran und sehe es fast wie in der Wissenschaft. Morgen kann wieder etwas gestriges widerlegt werden.
Somit lerne auch ich immer dazu.

Sollten sie Interesse haben können sie mich gerne kontaktieren.

Öznur Acar


https://www.heilpraktikerinoeznuracar.de/praxist%C3%A4tigkeit/quellenangaben-f%C3%BCr-die-blogs/

© Can Stock Photo / PeterHermesFurian

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Sonntag, 6. September 2020

Stress und hormonelle Probleme









Stress ist eine natürliche Reaktion, die  evolutionstechnisch eine wichtige Funktion hat. Man darf Stress also nicht nur verteufeln. Ohne Stress können wir nicht leben. 
 Wenn wir mit ungewohnten und herausfordernden Tätigkeiten beginnen und unsere Komfortzone verlassen geraten wir in Stress. Diese Form von Stress lässt uns wachsen und weiterentwickeln. Das ist allerdings - im Normalfall -kurzweilig. 
Hält der Stress länger an- bzw die körperliche Reaktion darauf- dann hat es massive Folgen für uns. Nicht nur die Verdauung und die optimale Nährstoffversorgung hängt dran, sondern auch unser äusserst komplexer hormoneller Regelkreis leidet darunter. Abgesehen von den ganzen anderen Stressoren wie zB Umweltgifte, Handystrahlung, nicht nährende Nahrungsmittel , Schlafmangel , der immer mehr fehlende Bezug zu den natürlichen Taktgebern (Tag-Nacht-Rhythmus, Jahreszeiten ) uvm. Die hauptsächlich leidenden Organe und Organsysteme sind die Schilddrüse, die Nebennieren; somit aber auch die Hypophyse und die Synthese der anderen wichtigen Hormone, die ja auch über die Hirnanhangdrüse gesteuert werden. Es wird mehr Cortisol produziert und auch die Synthese anderer wichtiger Hormone wie Progesteron verlagert sich zugunsten des Stresshormones Cortisol. der Hormonsyntheseweg verlagert sich aber auch in Richtung einer Östrogendominanz bei Frauen. 

Hormontherapie 

Für mich ist es jedenfalls sehr wichtig zu schauen wo es genau fehlt. Nur den Progesteronmangel zu versuchen mit hochdosierten Präparaten auszugleichen ersehe ich nicht als sehr sinnvoll. Ich passe da auch bei hochdosierten naturidentischen Hormonen auf. Denn wenn die Synthese ohnehin schon eher Richtung Stresshormone verlagert ist dann wird auch die zusätzliche Hormonzufuhr das eher verstärken. So muss man also genauer schauen wo das Problem genau liegt.

Östrogen und Progesteron- auch wichtig für den Mann!

Auch bei Männern spielen diese Hormone eine Rolle. Zu niedriges Progesteron kann das Prostatakrebsrisiko steigern. Und es beeinflußt auch einen gesunden Cholesterinspiegel. abgesehen davon dass sich (auch bei Frauen natürlich) mehr Bauchfett bilden kann, da der Progesteronhaushalt auch die Insulinausschüttung beeinflußt. Insulin ist direkt proportional zur Fettzellbildung.

Wie geht es dann weiter?
  • Eine ordentliche Unterstützung der körperlichen Entgiftung und Ausleitung. Fehlt es an Mikronährstoffen, die wichtig sich für ein ausreichendes Energielevel, müssen diese ergänzt werden, da auch eine Entgiftung Energie erfordert. Gerade die Nebennieren brauchen besondere Beachtung. Speichelanalysen und Blutanalysen, die man individuell erstellen lassen kann, sind hier sehr sinnvoll. Auch die Spagyrik ist bei mir sehr wichtig, da sie die Organe die für die Entgiftung wichtig sind sanft aufbaut, ohne den Patienten massiv körperlich herauszufordern. Die Phytotherapie bietet auch zahlreiche gute Möglichkeiten! Auch ganz gute manuelle Verfahren helfen hier mit.
  • Weiterhin ist es wichtig hormonartig wirkende Quellen von aussen auszuschalten. Kleidung, die Ernährungsweise. Der sehr beliebte "Coffee To Go" ist da auch nicht gerade optimal, da die Becher gerne Weichmacher oder entsprechend hormonartig wirkende Substanzen beinhalten. Also ist hier eine entsprechende Unterstützung der enzymatischen Systeme im Körper unterlässlich.
  • Der Darm ist natürlich das Wichtigste neben Leber, Lymphsystem , Nieren. Auch da ist es wichtig genauer zu schauen was fehlt oder welche Erreger evtl. fehl am Platz sind und entfernt werden sollten. Das kann man mit Stuhluntersuchungen klären. 
Unterzucker - auch ein hormonell bedingtes Phänomen

Der Östrogenhaushalt ist eng gekoppelt an den Insulinhaushalt. Zuviel an Östrogen verhindert häufig die normale Blutzuckerregulation. somit kann also Progesteronmangel auch eine  Unterzuckerung verursachen. Wenn sie immer wieder im Unterzucker sind, dann behalten sie dies auch im Auge.

Was kann die abendländische Heilkunde hier bewirken?

Sie kann sehr viel bewirken! Durch die Individualisierung des Betroffenen kann man zusätzlich Unterstützung leisten, da ja bekannt ist welche Schwerpunkte verschiedene Konstitutionstypen haben!
Nach wie vor mein unerlässlicher Schwerpunkt!


Bei Fragen helfe ich ihnen gerne weiter.


ihre Öznur Acar

(Bild:pixabay.com)