Sonntag, 6. September 2020

Stress und hormonelle Probleme









Stress ist eine natürliche Reaktion, die  evolutionstechnisch eine wichtige Funktion hat. Man darf Stress also nicht nur verteufeln. Ohne Stress können wir nicht leben. 
 Wenn wir mit ungewohnten und herausfordernden Tätigkeiten beginnen und unsere Komfortzone verlassen geraten wir in Stress. Diese Form von Stress lässt uns wachsen und weiterentwickeln. Das ist allerdings - im Normalfall -kurzweilig. 
Hält der Stress länger an- bzw die körperliche Reaktion darauf- dann hat es massive Folgen für uns. Nicht nur die Verdauung und die optimale Nährstoffversorgung hängt dran, sondern auch unser äusserst komplexer hormoneller Regelkreis leidet darunter. Abgesehen von den ganzen anderen Stressoren wie zB Umweltgifte, Handystrahlung, nicht nährende Nahrungsmittel , Schlafmangel , der immer mehr fehlende Bezug zu den natürlichen Taktgebern (Tag-Nacht-Rhythmus, Jahreszeiten ) uvm. Die hauptsächlich leidenden Organe und Organsysteme sind die Schilddrüse, die Nebennieren; somit aber auch die Hypophyse und die Synthese der anderen wichtigen Hormone, die ja auch über die Hirnanhangdrüse gesteuert werden. Es wird mehr Cortisol produziert und auch die Synthese anderer wichtiger Hormone wie Progesteron verlagert sich zugunsten des Stresshormones Cortisol. der Hormonsyntheseweg verlagert sich aber auch in Richtung einer Östrogendominanz bei Frauen. 

Hormontherapie 

Für mich ist es jedenfalls sehr wichtig zu schauen wo es genau fehlt. Nur den Progesteronmangel zu versuchen mit hochdosierten Präparaten auszugleichen ersehe ich nicht als sehr sinnvoll. Ich passe da auch bei hochdosierten naturidentischen Hormonen auf. Denn wenn die Synthese ohnehin schon eher Richtung Stresshormone verlagert ist dann wird auch die zusätzliche Hormonzufuhr das eher verstärken. So muss man also genauer schauen wo das Problem genau liegt.

Östrogen und Progesteron- auch wichtig für den Mann!

Auch bei Männern spielen diese Hormone eine Rolle. Zu niedriges Progesteron kann das Prostatakrebsrisiko steigern. Und es beeinflußt auch einen gesunden Cholesterinspiegel. abgesehen davon dass sich (auch bei Frauen natürlich) mehr Bauchfett bilden kann, da der Progesteronhaushalt auch die Insulinausschüttung beeinflußt. Insulin ist direkt proportional zur Fettzellbildung.

Wie geht es dann weiter?
  • Eine ordentliche Unterstützung der körperlichen Entgiftung und Ausleitung. Fehlt es an Mikronährstoffen, die wichtig sich für ein ausreichendes Energielevel, müssen diese ergänzt werden, da auch eine Entgiftung Energie erfordert. Gerade die Nebennieren brauchen besondere Beachtung. Speichelanalysen und Blutanalysen, die man individuell erstellen lassen kann, sind hier sehr sinnvoll. Auch die Spagyrik ist bei mir sehr wichtig, da sie die Organe die für die Entgiftung wichtig sind sanft aufbaut, ohne den Patienten massiv körperlich herauszufordern. Die Phytotherapie bietet auch zahlreiche gute Möglichkeiten! Auch ganz gute manuelle Verfahren helfen hier mit.
  • Weiterhin ist es wichtig hormonartig wirkende Quellen von aussen auszuschalten. Kleidung, die Ernährungsweise. Der sehr beliebte "Coffee To Go" ist da auch nicht gerade optimal, da die Becher gerne Weichmacher oder entsprechend hormonartig wirkende Substanzen beinhalten. Also ist hier eine entsprechende Unterstützung der enzymatischen Systeme im Körper unterlässlich.
  • Der Darm ist natürlich das Wichtigste neben Leber, Lymphsystem , Nieren. Auch da ist es wichtig genauer zu schauen was fehlt oder welche Erreger evtl. fehl am Platz sind und entfernt werden sollten. Das kann man mit Stuhluntersuchungen klären. 
Unterzucker - auch ein hormonell bedingtes Phänomen

Der Östrogenhaushalt ist eng gekoppelt an den Insulinhaushalt. Zuviel an Östrogen verhindert häufig die normale Blutzuckerregulation. somit kann also Progesteronmangel auch eine  Unterzuckerung verursachen. Wenn sie immer wieder im Unterzucker sind, dann behalten sie dies auch im Auge.

Was kann die abendländische Heilkunde hier bewirken?

Sie kann sehr viel bewirken! Durch die Individualisierung des Betroffenen kann man zusätzlich Unterstützung leisten, da ja bekannt ist welche Schwerpunkte verschiedene Konstitutionstypen haben!
Nach wie vor mein unerlässlicher Schwerpunkt!


Bei Fragen helfe ich ihnen gerne weiter.


ihre Öznur Acar

(Bild:pixabay.com)

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